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GM-Europachef sieht Anzeichen für Wende

Trotz erster Fortschritte wird der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) 2005 in seinem Europa-Geschäft noch einen deutlichen Verlust verbuchen. Er rechne weiterhin mit einem Minus von etwa 500 Millionen Dollar, sagte der Chef von GM-Europe, Fritz Henderson, dem "Wall Street Journal Europe".

16.06.2005

Obwohl der Absatz im Mai zurückging, sieht Henderson das Europa-Geschäft mit der deutschen Tochter Opel im Aufwärtstrend. "Es gibt Anzeichen einer Trendwende." GM sei derzeit in Europa auf einer positiven Kurve. "Aber wir sind noch nicht auf einem akzeptablen Niveau."

Von den Europa-Töchtern entwickelt sich derzeit vor allem die wichtigste Tochter Opel positiv. Nach den jüngsten Zahlen des europäischen Herstellerverbandes ACEA liegen der deutsche Hersteller und seine britische Schwester Vauxhall in den ersten fünf Monaten bei den Neuzulassungen um 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, während es für die schwedische Premiummarke Saab um sechs Prozent abwärts ging.

Portfolio von Saab muss erweitert werden

Seine wichtigste Aufgabe sei es nun, dass die Marken Opel und Vauxhall wieder zu alter Stärke zurückfänden, sagte der Europa-Chef. Ebenso müsse das Portfolio von Saab, wo seit Jahren Verluste anfallen, erweitert werden. Eine Schlüsselrolle komme auch der Marke Chevrolet zu, unter deren Dach GM die frühere koreanische Marke Daewoo derzeit aggressiv vermarktet.

Zu Spekulationen über seine eigene Zukunft an der Spitze des GM- Europageschäfts wollte sich Henderson nicht äußern. Er arbeite gerne unter der Führung von Konzernchef Rick Wagoner, betonte er. Beobachter gehen davon aus, dass Hendersons Zukunft mit der Sanierung des Europa-Geschäfts steht und fällt. Sollte es ihm gelingen, das Geschäft wieder in die schwarzen Zahlen bringen, könnte ihm nach Meinung von Analysten ein besserer Job in der Zentrale in Detroit winken. "Henderson hat eine große Zukunft vor sich, sollte er die Wende in Europa schaffen", zitiert das "Wall Street Journal Europe" einen Analysten von Sanford C. Bernstein.

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