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GM Europe - weiter mit Verlust

GM Europe mit Millionen-Vorsteuerverlust

GM Logo Foto: GM 93 Bilder

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hat in Europa erneut einen Millionen-Vorsteuerverlust eingefahren. Im vierten Quartal 2009 machte GM in seinem Europageschäft mit der Hauptmarke Opel vor Steuern und Zinsen (EBIT) einen Verlust von 814 Millionen Dollar (607 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch (7.4.) in Detroit mitteilte.

07.04.2010

Ein Jahr zuvor hatte das Minus im Europageschäft mit den Marken Opel, Vauxhall und Saab allerdings mit 1,855 Milliarden Dollar noch deutlich höher gelegen. Insgesamt verkaufte GM 2009 nach den Angaben 1,2 Millionen Opel und Vauxhall nach 1,46 Millionen im Vorjahr. Auch im Schlussquartal lag der Absatz mit 265.000 Fahrzeugen unter Vorjahr (284.000). Die Produktion im Europageschäft sank von 1,55 Millionen auf 1,13 Millionen Autos.

Nach früheren Angaben erwartet GM für 2009 und 2010 in Europa einen operativen Gesamtverlust von mehr als sechs Milliarden Dollar. Wirtschaftlich gehe es mit Opel frühestens 2011 wieder bergauf, hatte Opel-Chef Nick Reilly prognostiziert. Für 2012 rechnet der Mutterkonzern dann aber wieder mit einem Vorsteuergewinn der europäischen Tochter von rund einer Milliarde Dollar.

Auch US-Geschäft tief im Minus

Auch im US-Geschäft schreibt der US-Autobauer General Motors auch nach überstandener Insolvenz rote Zahlen. Im Schlussquartal fiel unterm Strich ein Verlust von 3,4 Milliarden Dollar an. "Die Ergebnisse für 2009 zeigen, dass noch einige Arbeit zu tun ist", sagte Finanzchef Chris Liddell am Mittwoch in Detroit. "Ich glaube allerdings weiterhin daran, dass wir eine Chance haben, 2010 Gewinn zu schreiben." Liddell machte Hoffnung darauf, dass GM in absehbarer Zeit seinen Börsengang wagen kann. Noch steht der Staat hinter dem Konzern.
 
GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz gerutscht, aus der das Unternehmen nur dank staatlicher Hilfe am 10. Juli wieder herausfand. Das Unternehmen schrumpfte bei seinem Neustart drastisch. Vergleiche mit den Vorjahreszahlen sind deshalb schwierig. In den Vorjahren hatte es teils zweistellige Milliardenverluste gegeben.
 
Eine verfehlte Modellpolitik und überbordende Kosten für Gesundheit und Pensionen hatten die einstige Ikone des US-amerikanischen Autobaus in den Ruin getrieben. Das neue Management strich Zehntausende Stellen, schloss ganze Werke und Marken und gewann die Kunden mit frischen Modellen zurück. Im Schlussquartal lag der Umsatz bei 32,3 Milliarden Dollar.
 
Nach einem Absatzeinbruch von fast 30 Prozent im Gesamtjahr 2009 konnte GM in den ersten drei Monaten diesen Jahres wieder 17 Prozent mehr Autos verkaufen. Auch einen guten Teil seiner 8,4 Milliarden Dollar Schulden beim US-amerikanischen und kanadischen Steuerzahler hat der Konzern inzwischen beglichen. Die restlichen Raten sollen bis zum Juni überwiesen werden, wie Liddell versicherte.

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