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Gewerkschaft gibt nach

GM Logo Foto: GM

Der angeschlagene amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) hat nach zahlreichen Hiobsbotschaften endlich eine positive Nachricht erhalten.

14.11.2005

Die US-Arbeiter des weltgrößten Autokonzerns haben in einer Urabstimmung der Gewerkschaft UAW (United Auto Workers) weit reichenden betrieblichen Krankenversicherungs-Konzessionen mit 61 Prozent der Stimmen zugestimmt. Dies teilte Gewerkschaftspräsident Ron Gettelfinger am Freitag (11.11.) mit.

Die Konzessionen sehen erstmals Beiträge der Betriebsrentner für die betriebliche Krankenversicherung sowie höhere Zusatzzahlungen aus eigener Tasche vor. Die GM-Arbeiter werden die höheren Kosten für die GM-Betriebsrentner durch einen Lohnerhöhungsverzicht von einem Dollar je Stunde für 2006 mit finanzieren.

GM wird so jährlich rund eine Milliarde Dollar (855 Millionen Euro) an Krankenversicherungskosten sparen. GM beschäftigt in den USA rund 110.000 Arbeiter, trägt aber den größten Teil der betrieblichen Krankenversicherung für mehr als 700.000 Menschen. Dazu zählen neben den Arbeitnehmern auch die Betriebsrentner sowie die Familien der derzeitigen und ehemaligen GM-Bediensteten. GM wird im Rahmen der Vereinbarungen insgesamt rund 15 Milliarden Dollar oder etwa ein Viertel seiner zukünftigen Krankenversicherungs-Verpflichtungen für die Betriebsrentner los.

GM-Konzernchef Rick Wagoner hatte auf weit reichende Zugeständnisse der Arbeiter bei den Krankenversorgungskosten bestanden. Damit will der weltgrößte Autohersteller im heimischen Markt Kosten sparen und gegenüber den Anbietern aus Fernost wettbewerbsfähiger werden. Die GM-Aktien, die in den vergangenen Tagen starke Kursverluste erlitten hatten, legten am Freitag um 4,1 Prozent auf 24,48 Dollar zu.

GM gibt jährlich rund sechs Milliarden Dollar für die Krankenversorgung seiner Mitarbeiter und deren Familien sowie die Betriebsrentner aus. Somit sind die Konzessionen der amerikanischen Arbeiter ein wichtiger Kostensenkungsbeitrag. Jetzt wollen auch Ford und die Chrysler-Sparte von Daimler-Chrysler ähnliche Forderungen an die Gewerkschaft stellen.

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