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GM im dritten Quartal mit Milliardenverlust

GM Logo Foto: GM 26 Bilder

Die dramatische Krise des größten US-Autobauers General Motors spitzt sich angesichts neuer Milliardenverluste immer mehr zu.

07.11.2008

Der Opel-Mutterkonzern fuhr im dritten Quartal vor Sondereffekten ein Minus von 4,2 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) ein. Durch Einmalgewinne stand letztlich unter dem Strich ein Verlust von immer noch 2,5 Milliarden Dollar, wie GM am Freitag (7.11.) in Detroit mitteilte.

Im Vorjahresquartal hatte GM nach hohen Abschreibungen bereits einen Rekordverlust von fast 39 Milliarden Dollar erlitten.

Verlustverschiebung in Richtung Europa

Einen Teil seiner Verluste verschob GM zudem nach Europa: Das Geschäft mit der Hauptmarke Opel stürzte mit einem operativen Verlust von einer Milliarde Dollar tief ins Minus. Im zweiten Quartal war noch ein minimaler Gewinn von 20 Millionen Dollar angefallen.

Der GM-Konzernumsatz fiel in den vergangenen drei Monaten um 13 Prozent auf 37,9 Milliarden Dollar. Der weltweite Absatz sank um elf Prozent auf 2,11 Millionen Autos.

Der Konzern verbrannte im dritten Quartal weitere fast sieben Milliarden Dollar seiner bereits bedrohlich verringerten Kapitalreserven. Ohne neue Finanzmittel könnte GM in ein paar Monaten das Geld ausgehen, schätzen Analysten. GM muss bereits immer wieder Insolvenzgerüchte dementieren.

Der Verlust fiel weit höher aus als von Experten erwartet. Die Verluste des GM-Konzerns summieren sich damit in diesem Jahr auf bisher mehr als 21 Milliarden Dollar. Die GM-Aktie stürzte in einer ersten Reaktion um mehr als zehn Prozent ab.

Angesichts seiner enormen Kapitalprobleme hat der US-Autobauer General Motors (GM) die Gespräche zur Übernahme des Wettbewerbers Chrysler vorerst beendet. Ein Zukauf habe in der näheren Zukunft keine Priorität, sagte der Chef des Opel-Mutterkonzerns, Rick Wagoner, am Freitag in einer Telefonkonferenz. GM wolle sich stattdessen völlig auf seine Finanzlage konzentrieren.

GM und Ford rufen nach Staatshilfe

Auch der zweitgrößte US-Autobauer Ford hatte kurz zuvor einen neuen Milliardenverlust bekannt gegeben. Beide Konzerne rufen angesichts ihrer Probleme nach raschen Staatshilfen in Milliardenhöhe.

GM baut in den USA wie Ford und Chrysler massiv Stellen ab. In Deutschland stehen die Bänder bei Opel wegen der Absatzkrise zeitweise still.

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