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GM investiert neun Milliarden Euro in Opel

Foto: ams

Der Mutterkonzern General Motors (GM) werde in seinem Europageschäft (GME) seine Kernmarke stärken und dafür in den nächsten fünf Jahren neun Milliarden Euro investieren, sagte GME-Präsident Carl-Peter Forster am Mittwoch (30.4.) in Rüsselsheim.

30.04.2008

Davon sollen 2,5 Milliarden Euro in die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern, Bochum und Eisenach sowie 6,5 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Modelle und Antriebssysteme fließen. Bis 2012 will Opel 17 neue Auto- und drei neue Nutzfahrzeugmodelle entwickeln. Durch die Investitionen würden auch neue Arbeitsplätze entstehen.

Ein Ziel der Strategie sei, den Marktanteil von Opel in Deutschland wieder auf eine "deutlich zweistellige Größe" zu erhöhen, sagte Opel-Vertriebschef Thomas Owsianski. Dies solle allerdings nicht um jeden Preis geschehen, sagte Forster: "Wir wollen die Profitabilität steigern und vermehrt auf Flotten setzen, die höhere Margen versprechen."

Im ersten Quartal 2008 sank der Marktanteil im GM-Europageschäft mit der Hauptmarke Opel erneut leicht von 9,7 auf 9,6 Prozent, allerdings bei steigenden Absatzzahlen, wie GM am Mittwoch in Detroit mitteilte. Der Vorsteuergewinn stieg von Januar bis März auf 198 (Vorjahr: 61) Millionen US-Dollar, die Umsätze kletterten binnen Jahresfrist von 8,5 Milliarden auf 9,9 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro). In Europa verkaufte GM von Januar bis Ende März die Rekordzahl von 572.000 Autos. Als Grund für die besseren Geschäfte nannte der Autobauer geringere Materialkosten und höhere Qualität der Fahrzeuge. So hätten Aufwendungen für Reparaturen während der Garantiezeiten gesenkt werden können.

Zu schaffen macht GM, dass in vielen Ländern etwa in Osteuropa die Autos zwar gut verkauft werden, aber dort eher die einfache und damit günstigere Ausstattung gefragt ist. Dennoch hob Forster insbesondere die Zuwächse von 78 Prozent beim Absatz in Russland im ersten Quartal hervor. "Sehr bald wird Russland der größte europäische Automarkt sein, spätestens nächstes Jahr." Davon werde Opel mit einem Marktanteil von derzeit 11,6 Prozent profitieren.

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