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GM

Kerkorian kauft wieder zu

Foto: dpa

Der amerikanische Multimilliardär Kirk Kerkorian hat seine General-Motors-Beteiligung durch den Kauf von zwölf Millionen GM-Aktien zum Gesamtpreis von rund 263 Millionen Dollar (216 Mio Euro) wieder von 7,8 auf 9,9 Prozent erhöht.

26.01.2006

Kerkorian kaufte die GM-Aktien über seine Holdinggesellschaft Tracinda Corporation. Die Aktienkäufe hat Tracinda am Mittwoch (25.1.) in Unterlagen bekannt gegeben, die bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC eingereicht wurden.

Kerkorian hatte im Dezember zwölf Millionen GM-Aktien aus steuerlichen Gründen verkauft und hatte damit sein Paket von 9,9 Prozent verringert. Kerkorian hatte die GM-Aktien zu höheren Kursen gekauft und kann so die Kursverluste steuerlich geltend machen. Diese Aktien hat er jetzt zurückgekauft und damit seine Beteiligung an dem schwer angeschlagenen weltgrößten Autokonzern wieder auf 9,9 Prozent erhöht. Die Wall Street wertete dies als Vertrauensbeweis in GM.

Sein Berater Jerry York hatte im Januar in einer Rede betont, Kerkorian sei unter den richtigen Umständen auch bereit, zusätzlich weitere zwölf Millionen Aktien mit behördlicher Genehmigungen zu kaufen. Voraussetzung seien weitere aggressive und effektive Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensleistung.

Als weitere große Aktionäre halten die State Street Corporation 17 Prozent der GM-Aktien und die Capital Research and Management Company 12,4 Prozent, berichtete die "New York Times" am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe. Es handele sich um zwei Investmentfonds.

York hatte dem Autoriesen auch zur Halbierung der Jahresdividende von zwei Dollar je Aktie geraten. Hierdurch könne GM jährlich 566 Millionen Dollar sparen. York setzte sich auch für den Verkauf der GM-Sparten Saab und Hummer und eine Konzentration auf die restlichen großen GM-Sparten ein. York forderte zudem Kürzungen der Bezüge der GM-Spitzenmanager, Verwaltungsratsmitglieder und Angestellten.

GM verbucht vor allem in Nordamerika Milliardenverluste und leidet unter einem auf 26 Prozent geschrumpften US-Marktanteil, dem niedrigsten seit Jahrzehnten. GM will zur Sanierung des nordamerikanischen Geschäfts zwölf Auto- und Teile-Fabriken ganz oder teilweise schließen und bis 2008 insgesamt 30.000 Stellen streichen.

Die GM-Aktien sind am Mittwoch um 3,5 Prozent auf 23,85 Dollar gestiegen. Sie waren gegen Jahresende 2005 auf 18,33 Dollar abgesackt gegenüber einem Zwölfmonats-Hoch von 37,90 Dollar im Februar vergangenen Jahres.

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