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GM-Krise

GM zahlt wegen drohender Insolvenz Gehälter früher

GM Logo Foto: dpa 93 Bilder

Angesichts der drohenden Insolvenz hat die Opel-Mutter General Motors (GM) die Zahlung von Löhnen und Rechnungen vorgezogen. Die rund 90.000 US-Beschäftigten bekamen ihr Geld in dieser Woche bereits drei Tage früher als sonst.

28.05.2009

Zudem sollten noch am Donnerstag (28.5.) die eigentlich erst nächste Woche fälligen Rechnungen der Zulieferer bezahlt werden, bestätigte ein GM-Sprecher am Konzernsitz in Detroit auf Anfrage.

Klare Vorzeichen für eine Insolvenz

Eine Insolvenz des größten US-Autobauers gilt als kaum mehr vermeidbar, weil ein Kompromiss mit Gläubigern über den Abbau von 27 Milliarden Dollar an Schulden gescheitert ist. Die Insolvenz wird spätestens für diesen Montag erwartet, wenn ein Ultimatum von US-Präsident Barack Obama für einen Sanierungsplan abläuft.

Bei einem Antrag auf sogenannten Gläubigerschutz müssten sofort alle Zahlungen des Konzerns bis auf weiteres gestoppt werden. Das Sagen hat dann allein der zuständige Richter. Darum zieht der Konzern nun noch möglichst viele Zahlungen vor. Dies seien "vertrauensbildende Maßnahmen", sagte der GM-Sprecher mit Hinweis auf die zum 1. Juni ablaufende Frist.

US-Regierung soll GM-Hauptaktionär werden

Die Insolvenz mit Gläubigerschutz wäre wie derzeit beim Rivalen Chrysler die letzte Rettungschance für den mehr als 100 Jahre alten Traditionskonzern. In dem Verfahren könnte GM Altlasten abwerfen. Die US-Regierung soll laut früheren Berichten dann 70 Prozent übernehmen und weitere 50 Milliarden Dollar an Hilfen zuschießen nach bereits knapp 20 Milliarden Dollar an bisherigen Krediten.

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