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GM

LKW-Sparte an Navistar

Foto: ams

Der amerikanische Lkw- und Dieselmotorenhersteller Navistar spricht mit General Motors (GM) über einen Plan zum Kauf der mittelschweren GM-Lkw-Sparte. Dies hat Navistar am Donnerstag (25.10.) in New York mitgeteilt.

25.10.2007

Ein Firmensprecher erklärte auf Anfrage, dass es sich bei den Fahrzeugen um kommerzielle Lkw der mittelschweren Gewichtsklassen handelt. Zu den Verhandlungspunkten zähle das Recht auf die Fertigung von Chevrolet- und GMC-Trucks. Dies sind zwei wichtige GM-Marken.

Im Rahmen dieses Vorschlags würde Navistar mittelschwere Lkw in den USA und Kanada über das GM-Händlernetz verkaufen. Das Abkommen würde die Navistar-Stärke im kommerziellen Lkw-Bereich und bei Motoren nutzen. Das Unternehmen würde auch größer werden und Kostenreduzierungen erzielen. "Ein Abkommen mit GM könnte wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie werden", betonte Navistar-Chef Daniel C. Ustian. Navistar produziert Lkws unter dem Markennamen "International" sowie Dieselmotoren und Schulbusse.

Schwacher Markt

Die Gesellschaft kündigte außerdem an, dass sie sich für ihr Geschäftsjahr 2009 ein Umsatzziel von 15 Milliarden Dollar gesetzt hat. Navistar ist einer der Hauptkonkurrenten der amerikanischen Daimler-Lkw-Tochter Freightliner.

Navistar verwies auf den "extrem schwachen nordamerikanischen Lkw-Markt. In dem am 31. Oktober auslaufenden Zwölfmonatszeitraum dürften nur 316.000 schwere und mittelschwere Lkw sowie Schulbusse in den USA und Kanada ausgeliefert werden. Dies sei ein Absatzrückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Navistar-Verkauf von mittleren und schweren Lkw sowie Schulbussen sei im dritten Quartal 2007 gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 39,5 Prozent auf nur noch 23.700 gefallen.

Alte Bilanzen korrigieren

Navistar kündigte außerdem an, die Zahlen für die Geschäftsjahre 2003, 2004 und die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2005 rückwirkend zu revidieren. Das Unternehmen wird negative Änderungen von insgesamt 1,12 Milliarden Dollar vor Steuern vornehmen. Damit mache man Fortschritte, um mit den Bilanzvorlagen bei der Wertpapier- und Börsenbehörde SEC auf den laufenden Stand zu kommen und wieder eine Notierung an einer großen Börse zu erreichen.

Die Revisionen erfolgten nach langen firmeninternen und externen Untersuchungen, Neubesetzungen führender Positionen in der Kontrollabteilung und anderen Maßnahmen zur besseren Bilanzkontrolle. Die meisten Bilanzierungsfehler seien durch unzureichende Kenntnisse erfolgt. Es habe aber auch absichtliches Fehlverhalten gegeben. Die meisten Beteiligten seien nicht mehr bei dem Unternehmen tätig.

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