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GM/Opel

Streit um Entwicklungsaufträge

Foto: dpa

Zwischen Opel und dem kriselnden Mutterkonzern General Motors (GM) bahnt sich nach Betriebsratsangaben ein Kampf um Aufträge in der Fahrzeug-Entwicklung an.

13.10.2008

"Weil die benzinfressenden Fahrzeuge aus den USA nicht mehr gefragt sind und die Truck-Architektur gestrichen wurde, wird jetzt ein Verteilungskampf ausgetragen", sagte Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Franz am Samstag (11.10.) in Rüsselsheim. Dabei gehe es nicht um einen "vernünftigen Wettbewerb um die beste technische Lösung", sondern um eine politische Entscheidung, fürchtet Franz. Er bestätigte einen Bericht des Magazins "Spiegel" über Pläne, wonach Ingenieure des US-Herstellers Modelle entwickeln sollen, für die bislang das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim verantwortlich war.

Demnach sollen der Saab 9-5, der Opel Zafira und eine neue Generation von Vierzylindermotoren in den USA gebaut werden. Der Opel-Betriebsratschef sieht zwei Gefahren: In Deutschland fehlten Aufträge, zum anderen könnten die US-Kollegen nur schwer den Geschmack der Europäer treffen. "Wir würden uns auch nicht anmaßen, den nächsten Achtzylindermotor zu konstruieren", sagte er dem Magazin.

Ein Opel-Sprecher wollte sich am Samstag nicht zu den angeblichen Plänen äußern. Carl-Peter Forster, Europachef von GM, sagte dem "Spiegel", es seien noch keine Entscheidungen gefallen. Außerdem könnten Teile für den Zafira und den Saab 9-5 auch weiter in Rüsselsheim entwickelt werden: "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Franz rechnet in den kommenden zwei bis vier Monaten mit einer Entscheidung.

Dem Betriebsrat geht es nach Franz’ Worten darum, für das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim mit rund 8.000 Beschäftigten auch nach 2010 eine globale Plattform für die Entwicklung neuer Fahrzeuge der Mittel -und Kompaktklasse zu erhalten. Derzeit müssten sich die Beschäftigten aber noch nicht um ihre Arbeitsplätze sorgen. Auch Opel leidet derzeit unter geringen Verkaufszahlen. Der Autobauer hatte vor wenigen Tagen einen Fertigungsstopp in nahezu allen europäischen Werken bekanntgegeben. Das Stammwerk in Rüsselsheim ist davon ausgenommen.


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