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Opel-Werksschließung vermeiden

Foto: ams

Nach den Zugeständnissen der Arbeitnehmer will die Opel-Mutter General Motors (GM) die Schließung eines Werkes in Europa vermeiden. Das Entgegenkommen des europäischen Arbeitnehmerforums bereits vor der Verhandlungsrunde am nächsten Dienstag sei ein "sehr positives Signal", verlautete am Freitag (13.4.) aus GM-Konzernkreisen.

13.04.2007

"Der Betriebsrat hat verstanden, dass die Werke wettbewerbsfähiger werden müssen", hieß es. Eine Werksschließung sei nur der letzte Ausweg, zuvor würden alle anderen Optionen geprüft.

Zusätzliche Absatzchancen für Opel-Modelle sieht GM in den USA, wo Verbraucher verstärkt auf kleine, spritsparende Autos setzen. Der Export des Kleinwagens Corsa sowie der neuen Generation des Mittelklassemodells Vectra werde dem Vernehmen nach geprüft. Ein Konzernsprecher lehnte am Freitag eine Stellungnahme dazu ab.

Zugeständnisse der Belegschaft

Die Belegschaft von Opel und anderer GM-Töchter in Europa hatten Zugeständnisse bei Arbeitszeiten oder künftigen Gehaltsrunden angeboten, um eine drohende Werksschließung zu verhindern. Auf diese Weise könnten nach ihren Berechnungen rund 290 Millionen Euro eingespart werden.

Einsparungen um 450 Millionen Euro geplant

GM will nach Informationen aus Unternehmenskreisen die Kosten für die Astra-Produktion allerdings um mindestens 450 Millionen Euro senken. Grund dafür seien der harte Wettbewerb und die steigende Produktivität. Derzeit laufen Gespräche darüber, an welchen Standorten in Europa die neue Generation des Astra von 2010 an gebaut wird. Darum bewerben sich fünf Werke mit 17.000 Mitarbeitern, darunter Bochum. "Eine Entscheidung wird erst zum Jahresende fallen", sagte ein Sprecher in Zürich. Der Kompaktwagen Astra ist das meistverkaufte Opel-Modell. Laut Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz dürften die Werke ab 2010 Kapazität für 230.000 Wagen zu viel haben. "Das entspricht ungefähr einem Werk wie Bochum oder Antwerpen", sagte Franz. GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster hatte eine Werksschließung als "die extreme Lösung" bezeichnet.

Konzernintern hieß es am Freitag: "Wir müssen das Image der Marke schützen." Nachdem Opel 2006 nach sieben Jahren wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft habe, dürfe man diesen Erfolg nicht aufs Spiel setzen. Seit 2005 hatte GM im lange defizitären Europageschäft 12.000 Stellen abgebaut. Damit werden jedes Jahr 500 Millionen Euro eingespart. Die USA gelten als aussichtsreicher Markt.

Corsa-Export in die USA noch nicht entschieden

Entschieden ist bereits, dass der Opel Astra ab Ende des Jahres unter der Schwestermarke Saturn in den USA verkauft wird. Eine Entscheidung über den Export des Corsa soll in den kommenden Monaten fallen, hieß es aus der Konzernzentrale. Auch der neue Vectra, der 2008 auf den Markt komme, könnte Chancen haben. Damit würde das bisher nicht ausgelastete Werk in Rüsselsheim seine Kapazitäten besser ausschöpfen können.

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