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Sanierung auch ohne Renault-Allianz möglich

Foto: GM

Der Chef von General Motors (GM), Rick Wagoner, hat die Aussichten auf eine Allianz mit den Wettbewerbern Nissan und Renault gedämpft. Der Erfolg des GM-Sanierungsplans hänge nicht von der angedachten Zusammenarbeit mit Renault-Nissan ab, sagte Wagoner am Rande des Autosalons in Paris.

28.09.2006

Die drei Autobauer würden aber weiter intensiv die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit prüfen.

GM und die bereits kooperierenden Autobauer Renault und Nissan hatten im Juli begonnen, mögliche Synergien einer Dreier-Allianz zu prüfen. Am Mittwoch (27.9.) hatte Wagoner in Paris den Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, getroffen. Danach teilte Renault mit, man wolle wie geplant bis Mitte Oktober weiterreden. Der Dreibund würde ein Viertel des Weltmarktes beherrschen. In den vergangenen Tagen häuften sich die Berichte über Probleme in den Sondierungsgesprächen Renaults und Nissans mit GM.

Während Ghosn bis zu zehn Milliarden Dollar Einsparungen für alle Partner aus dem Bündnis erwartet, soll der US-Konzern die Vorteile vor allem bei den Europäern und Asiaten sehen. Medienberichten zufolge fordere Wagoner für den Fall eines Bündnisses rund sechs Milliarden Dollar Ausgleichszahlungen von Renault und Nissan, weil GM mehr wert sei. An der Börse ist GM aber gerade halb so viel wert wie Renault ohne den wertvolleren Partner Nissan. Ghosn habe die Forderung nach Milliarden-Ausgleichszahlungen bei dem mehr als dreistündigen Gespräch im Renault-Hauptquartier bei Paris zurückgewiesen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen.

Am Mittwoch hätten acht Teams mit Mitarbeitern der Unternehmen aus verschiedenen Bereichen ihre Analysen vorgestellt. Bei einem Thema - dem Einkauf -habe es keine Einigkeit gegeben, hieß es in der Zeitung. Renault und Nissan gingen von höheren Einsparungen in dem Bereich aus als GM. Ghosn habe auch die Möglichkeit offengelassen, nach einem anderen Partner in den USA zu suchen, habe dabei aber keine Eile. Parallel zu den Verhandlungen mit GM flirtet Ghosn ganz offen mit dem GM-Konkurrenten Ford.

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