Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GM-Sanierung

Saturn-Verkauf steht - ab 2011 wieder Gewinn

Foto: dpa 5 Bilder

Der insolvente US-Autobauer General Motors (GM) will von 2011 an wieder in die Gewinnzone zurückfahren. Die US-Marke Saturn wird an den Autohändler Penske Automotive Group verkauft.

08.06.2009

Von 2011 an will GM wieder in die Gewinnzone zurückfahren. Dann soll es zumindest vor Steuern und Zinslasten ein Plus von drei Milliarden Dollar geben. Allein für das laufende Jahr befürchtet die bisherige Opel-Mutter aber noch ein Minus von mindestens 17,5 Milliarden Dollar (12,3 Milliarden Euro) vor Steuern, zeigen beim Insolvenzgericht vorgelegte Dokumente. Und 2010 werde der Verlust immer noch 1,3 Milliarden Dollar betragen.

Bislang wagt GM keine Prognose, wann auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen stehen. Von Anfang 2005 bis heute hat der einst weltgrößte Autohersteller ein Minus von insgesamt 88 Milliarden Dollar nach Steuern eingefahren.    

Penske Automotive Group übernimmt Saturn

Für seine US-Marke Saturn hat GM unterdessen einen Käufer gefunden: Mit dem Autohändler Penske Automotive Group sei ein Vorvertrag geschlossen worden, teilte GM am Freitag (5.6.) mit. Die Vereinbarung sehe vor, dass mehr als 350 Händler und 13.000 Arbeitsplätze erhalten blieben. Die Transaktion soll im dritten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden. Penske ist in den USA nach Umsatz die zweitgrößte Autohandelsgruppe nach Auto Nation und hat für Daimler in den USA den Vertrieb des Kleinwagens smart übernommen. Über Saturn wird bisher auch der Opel Astra in Amerika verkauft.    

GM hatte zu Wochenbeginn als letzte Chance zur Rettung Insolvenz beantragt. Der Konzern soll weitgehend verstaatlicht werden und sich gesundschrumpfen. Zudem werde es einen Umbau des Managements geben, kündigte GM-Chef Fritz Henderson an, ohne weitere Details zu nennen. Der in Detroit ansässige Konzern will sich künftig auf vier US-Marken konzentrieren. Die Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC sollen bleiben.

Nur noch 35 Prozent an Opel

Bei Opel zieht sich GM auf einen 35-Prozent-Anteil zurück. Vor dem endgültigen Vertragsabschluss mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna über einen Einstieg bei Opel gebe es aber noch Arbeit, räumte Henderson ein. Auch die schwedische Tochter Saab steht zum Verkauf.    

Für die bereits vereinbarte Übernahme der Geländewagenmarke Hummer durch den chinesischen Spezialmaschinenbauer Tengzhong fehlt noch der Segen der Behörden in China. Nach jüngsten US-Medienberichten könnte das Geschäft noch platzen.

Bis 2014 will GM die Produktion laut der am Donnerstag eingereichten Unterlagen auf sechs  Millionen Autos nach 3,8 Millionen in diesem Jahr steigern. Der Vorsteuergewinn werde dann bei 7,8 Milliarden Dollar liegen, lautet die Prognose.    

Mit den zur Sanierung geplanten neuen Staatshilfen von rund 30 Milliarden Dollar greift GM auch der früheren Zuliefertochter Delphi unter die Arme. Delphi soll demnächst seine fast vier Jahre dauernde Insolvenz verlassen und an einen Finanzinvestor gehen. GM werde dafür gut 2,5 der insgesamt 3,6 Milliarden Dollar schweren Finanzierung stellen, berichtete das "Wall Street Journal". Mit den neuen Finanzspritzen summieren sich die gesamten US-Kredite für GM auf rund 50 Milliarden Dollar.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige