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GM-Sanierung

US-Regierung soll 70-Prozent an GM übernehmen

GM Logo Foto: dpa 93 Bilder

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) soll zu seiner Rettung laut einem Zeitungsbericht sehr weitgehend verstaatlicht werden. Nach dem bald zu erwartenden Insolvenzverfahren werde die US-Regierung rund 70 Prozent der Anteile halten.

27.05.2009

Das berichtete die "New York Times" am Dienstagabend (26.5.). Der Staat werde GM zudem mit weiteren 50 Milliarden Dollar (35,8 Mrd Euro) stützen müssen nach bereits geleisteten Hilfen von fast 20 Milliarden Dollar.

US-Regierung will Ende des Ultimatums abwarten

Bislang war allenfalls ein Staatsanteil von gut 50 Prozent geplant gewesen. Das weitere Schicksal des einst weltgrößten Autobauers klärt sich spätestens an diesem Montag. US-Präsident Barack Obama wolle mit einer Entscheidung bis zum Ende des von ihm gesetzten Ultimatums am 1. Juni abwarten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, in Washington. "Wir haben noch fast eine Woche vor uns."

Eine Vorentscheidung fällt jedoch bereits am heutigen Mittwoch. Zehntausende GM-Gläubiger mussten bis Dienstag um Mitternacht US-Zeit über die Annahme eines Angebots zum Schuldenverzicht entscheiden. GM steht bei ihnen mit rund 27 Milliarden Dollar in der Kreide und bietet den Gläubigern im Tausch zehn Prozent am Konzern.

Gläubiger entscheiden über Insolvenz

Eine Zustimmung der Gläubiger galt unter Experten zuletzt als höchst unwahrscheinlich. Wann GM das Ergebnis bekanntgibt, war zunächst unklar. Bei einem Nein der Gläubiger gilt ein Antrag von GM auf Insolvenz als so gut wie sicher - mit massiven Folgen für Opel.

Die Autogewerkschaft UAW soll unterdessen laut Berichten für massive Zugeständnisse mehr Geld und im Gegenzug einen weit kleineren GM-Aktienanteil als bisher geplant bekommen. Die Beteiligung der UAW soll jetzt 17,5 Prozent betragen plus eine Option zur Aufstockung auf insgesamt 20 Prozent der Stammaktien, so "New York Times" und "Wall Street Journal" gleichlautend im Internet unter Berufung auf Insider.

UAW: Weniger Anteile - mehr Bargeld

Zuletzt war für die UAW noch ein Anteil von 39 Prozent vorgesehen gewesen. Die Gewerkschaft hat demnach mit dem nun geplanten Mix aus mehr Geld und weniger Beteiligung einen für sich weniger riskanten Kompromiss erzielt. Denn der Wert einer solchen Beteiligung hängt völlig vom Erfolg der Sanierung von GM ab.

GM baut mit dem Kompromiss seine Schulden gegenüber dem UAW-Gesundheitsfonds für Betriebsrentner von insgesamt rund 20 Milliarden Dollar ab. Die knapp 60.000 UAW-Mitglieder sollen bis Donnerstag darüber abstimmen.

Der UAW-Fonds soll jetzt zehn Milliarden Dollar in bar bekommen plus weitere 2,5 Milliarden Dollar als Anleihe. Zusätzlich erhält die Gewerkschaft laut dem Bericht noch stimmrechtslose Vorzugsaktien für 6,5 Milliarden Dollar mit einer Jahresdividende von neun Prozent, also 585 Millionen Dollar.

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