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GM Sequel-Studie

Neue Schöpfung

Foto: GM 16 Bilder

General Motors will das Auto nach über 100 Jahren neu erschaffen haben. Das Ergebnis: der GM Sequel, ein allradgetriebenes Crossover-Modell mit Brennstoffzelle, By-wire-Technologie und neuem Innenraum-Konzept.

09.01.2005

Optisch erscheint die Studie als eine Mixtur auch VW Touareg und Mercedes R-Klasse. Trotzdem bewahrt sich der Sequel seine Eigenständigkeit, die nicht zuletzt durch den massiven Kühlergrill, die großen Kühlluftöffnungen und die Lichtmodule zum Ausdruck kommt. Die Hauptscheinwerfer bestehen aus LEDs, deren Licht durch Glaslamellen noch verstärkt wird. Die Blinker-LEDs umspannen die Lufteinlässe, die nicht nur die Brennstoffzellen, sondern auch die Elektronik und den vorderen E-Motor mit Kühlluft versorgen. Auch am Heck finden sich LED-Leuchten und zwei weitere Kühleinlässe, die für die Frischluft-Versorgung des hinteren Elektromotors und der Batterien verantwortlich sind. Weiteres optisches Highlight: Das Schiebedach, das sich über die gesamte Fahrzeuglänge erstreckt und dessen einzelne Segmente sich nach hinten übereinander schieben lassen.

Klassiche Mittelkonsole fehlt

Im Innenraum versucht GM ebenfalls neue Design-Wege zu gehen. Eine klassische Mittelkonsole mit Verbindung zum Armaturenträger fehlt, letzterer scheint zu schweben. Die Bedienungselemente für Radio und Klimaanlage finden sich in der Armlehnen der Türen. Auf der Mittelkonsole findet sich lediglich der Getriebewählhebel mit nur zwei Positionen: Fahren und Rückwärts. Diese Mittelkonsole lässt sich außerdem noch nach hinten verschieben, so dass sowohl die Front- als auch die Heckpassagiere Zugang zur Infotainmentanlage, zur Bluetooth-Schnittstelle und zur Computer-Docking-Station haben. Außerdem enthält die Konsole eine Bildschirm, Staufächer für DVDs und die Bedienteile für ein Videospiel. Während sich der Beifahrersitz bei geparktem Auto um 180 Grad drehen lässt, kann die Rücksitzbank längsseitig verschoben werden.

110 kW Leistung und 3.398 Nm Drehmoment

Neben modischen Farben haben die GM-Ingenieure außerdem ein neues Gel-Material für die Armlehnen und die Streifen im Gepäckraumboden verwendet. Dieses Silikongummi ist lichtdurchlässig und kann hinterleuchtet werden. Immerhin: Ein herkömmliches Lenkrad haben die GM-Mannen der Studie gelassen, allerdings beruht dieses, ebenso wie das Gas- und Bremspedal auf By-Wire-Technologie.

Der 4,994 Meter lange, 1,696 Meter hohe und 1,966 Meter breite Sequel trägt zwar eine Alu-Karosse, bringt aber dennoch 2.170 Kilogramm auf die Waage. Das Antriebmodul liefert 73 kW Leistung für die elektrischen Traktionsmotoren (60 kW Leistung) aber auch für Heizung, Klimaanlage, Lüftung, By-Wire-Elektronik und die Batterien. Die Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterien versorgt die Motoren beim Beschleunigen mit zusätzlichem Strom. Immerhin soll der Sequel den Sprint von Null auf 100 km/h in unter zehn Sekunden hinlegen. Als Reichweite gibt GM 480 Kilometer an, als Höchstgeschwindigkeit 145 km/h. Insgesamt stehen dem Sequel eine Leistung von 110 kW und 3.398 Nm zur Verfügung.

Seinen Treib- beziehungsweise Wasserstoff transportiert die Studie in drei Hochdrucktanks aus Kohlefaserverbundwerkstoff im Sandwichboden.

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