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Streik in Portugal - Werk in Russland

GM Logo Foto: GM

Aus Protest gegen die drohende Werksschließung haben die Arbeiter des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) im portugiesischen Azambuja am Dienstag (13.6.) die Arbeit niedergelegt. In Russland will GM dagegen 115 Millionen Dollar (91 Mio Euro) in ein neues Werk investieren.

13.06.2006

Die Produktion habe am Vormittag für zwei Stunden still gestanden und am Nachmittag nochmals für eine Stunde, teilte ein GM-Sprecher in Rüsselsheim mit. "Die Mehrheit der 1.150 Beschäftigten ist dem Aufruf gefolgt." GM werde in den nächsten Tagen über die Zukunft des Werkes entscheiden. Die Gespräche zur Rettung der Autofabrik zwischen Management und den europäischen Betriebsräten liefen weiter.

In Azambuja sind nach Gewerkschafts-Angaben weitere Streikaktionen geplant. Betriebsrat Paulo Vicente erklärte, eine Schließung wäre ungerechtfertigt. Das Werk in Azambuja nahe Lissabon sei eines der produktivsten in Europa. Der portugiesische Wirtschaftsminister Manuel Pinho äußerte die Hoffnung, dass eine Schließung abgewendet werden könne.

Entscheidung für ein neues Werk in Russland

Gleichzeitig teilte der Opel-Mutterkonzern GM Europe am Dienstag in Zürich mit, eine eigene Fabrik in Russland zu bauen. Das neue Werk im Großraum von St. Petersburg werde Ende 2008 die Produktion aufnehmen und jährlich 25.000 Wagen herstellen. Rund 700 Mitarbeiter werden dort künftig Autos der Marke Chevrolet (ehemals Daewoo) bauen. So soll der Geländewagen Captiva SUV vom Band rollen und die neue Generation eines Kompaktwagens aus Bausätzen montiert werden.

"Russland ist einer der am schnellsten wachsenden Automärkte", sagte GM-Chef Rick Wagoner in St. Petersburg. GM werde gemeinsam mit seinen Partnern mehr als 100.000 Wagen pro Jahr in Russland herstellen. Das neue Werk ist die erste Fertigungsstätte in Russland, an der GM 100 Prozent halten wird. Bisher betreibt der Autohersteller ein Joint Venture mit dem russischen Lada-Hersteller Awtowas und lässt von einem Hersteller in Kaliningrad Autos montieren. Auch der japanische Autokonzern Nissan unterzeichnete am Dienstag in St. Petersburg ein Abkommen über den Bau einer eigenen Montagefabrik in Russland.

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