GM: Zehntausende Elektroautos ab 2010

General Motors will vom Marktstart an größere Stückzahlen bei der Produktion von Elektroautos erreichen, um die emissionsfreien Fahrzeuge schneller kostengünstig anbieten zu können.

Jon Lauckner, Vice President Global Program Management bei GM, sagte im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de, GM sehe hier erhebliches Wachstumspotenzial: "Es handelt sich hier nicht um ein Nischenprodukt. Vielmehr streben wir ab der Markteinführung den Verkauf von Zehntausenden solcher Fahrzeuge an."

Allerdings seien zu Beginn höhere Subventionen notwendig: "Wir benötigen eine stärkere Unterstützung der US-Regierung, um die anfängliche Kosten-Hürde zu bewältigen, die mit den neuen Technologien verbunden ist. Ich erwarte von der Regierung einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme für zukünftige Batterie-Technologien. Letztere stellen den Schlüssel zu Fahrzeug-Antrieben der Zukunft dar, einschließlich künftiger Brennstoffzellen-Entwicklungsstufen."

GM habe das Ziel, die Autos so schnell wie möglich zu einem Preis anbieten zu können, der jenem heutiger Verbrennungsmotoren entspricht. "Wir wollen unsere Elektroautos so schnell wie möglich in die Volumenfertigung bringen. Sie sollen deshalb nicht exotisch teuer werden, sondern bezahlbar. Natürlich wird sich ein Aufpreis zu einem konventionellen Fahrzeug anfangs nicht vermeiden lassen. Wirtschaftlich wird das dennoch für die Kunden nach einigen Jahren interessant - dank der geringeren Kosten für elektrische Energie."

Bereits in zwei Jahren will GM mit der Produktion der Elektro-Serie beginnen. "Unser internes Ziel für den Produktionsanlauf ist 2010", sagt Roland Matthe, GM-Engineering Group Manager und verantwortlich für die E-Flex Rechargeable Storage Systems. Im weltweiten Wettlauf um die Lithium-Ionen-Batterie sieht sich der US-Konzern dank der Kooperation mit zwei großen Partnern im Wettbewerbsvorteil vor Renault und allen anderen Herstellern: "Wir haben uns in der Branche beim dem Thema Hochenergie-Entwicklung einen schönen Vorsprung erarbeitet - auch vor japanischen Herstellern", so Matthe. "Wir haben zwei Kooperationspartner: Die erste Entwicklungspartnerschaft besteht mit A123 für Zellen und mit der Continental AG, die das Komplettsystem verantworten. Parallel dazu haben wir eine zweite Partnerschaft mit dem Batterieentwickler Compact Power und seiner Muttergesellschaft LG Chem, der Zellen in großem Umfang in Korea fertigt. Damit entwickeln wir eine breitere Lieferantenbasis."

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