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Goldener Handschlag

Valeo-Chef soll Millionen ablehnen

Thierry Morin Foto: dpa

Ein "Goldener Handschlag" für einen scheidenden Valeo-Chef Thierry Morin mitten in der Finanzkrise sorgt in Frankreich für Schlagzeilen.

24.03.2009

Die Regierung und der Unternehmerverband MEDEF verlangten am Dienstag (24.3.) vom scheidenden Chef des angeschlagenen großen Autozulieferers Valeo auf seine Abfindung von 3,26 Millionen Euro zu verzichten. Valeo will 5.000 Mitarbeiter entlassen und wird vom Staat über den Strategischen Investitionsfonds FSI mit Eigenkapital gestützt.

Auch Staat will intervenieren

Die Oppositionszeitung "Libération" hatte am Dienstag mit ihrer Titelgeschichte die Millionenabfindung für Morin enthüllt. Das Geld steht dem Manager vertraglich zu; es entspricht zwei Jahresgehältern. Morin hatte zuvor bereits auf Druck der Regierung eine Gehaltskürzung
akzeptieren müssen. Regierungssprecher Luc Chatel erklärte, der Staat werde sich auf der Valeo-Hauptversammlung gegen die "schockierende" Abfindung wenden. Der FSI und die Staatsbank CDC halten gemeinsam 8,33 Prozent des Kapitals. "Wenn es eine Staatshilfe gibt, müssen die Manager auf jede Form der Sonderentlohnung verzichten", sagte Chatel.

Valeo will 5.000 Stellen abbauen

2008 hatte Valeo einen Umsatzeinbruch um 30 Prozent auf 8,82 Milliarden Euro zu verkraften und 207 Millionen Euro verloren. Valeo will daher 5.000 Stellen abbauen, davon 1.600 in Frankreich. Morin verlässt den Konzern, der zuletzt über zehn Milliarden Euro Umsatz hatte und 125 Werke und 61.000 Mitarbeitern zählt, weil er einen geforderten Strategiewechsel nicht mittragen will.

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