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Golf SUV

Peters contra Bernhard

Foto: dpa

IG-Metall-Chef Jürgen Peters hat die Bedingungen des VW-Konzerns für eine Produktion des VW-Geländewagens Golf Marrakesch in Wolfsburg abgelehnt.

12.09.2005

Eine Herunterstufung der VW-Mitarbeiter aus dem Haustarif auf das Niveau der Auto 5000 GmbH sei nicht "zielführend", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

"Wer schon lange im Unternehmen ist und sich etwas erarbeitet hat, muss auch geschützt sein. Bei Auto 5000 waren ja alle Mitarbeiter vorher arbeitslos. Schon da waren die Gleiche-Lohn-für-gleiche- Arbeit-Debatten sehr schwierig zu bestehen", sagte Peters.

Peters auf Konfrontationskurs zu Bernhard

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hatte damit gedroht, das neue Modell ab 2007 nicht in Wolfsburg, sondern im portugiesischen Palmela bauen zu lassen, wo die Fertigung rund 1.000 Euro pro Stück günstiger sei. Nur wenn der Betriebsrat einer Produktion zu den Bedingungen der Auto 5000 GmbH zustimme, könne Wolfsburg den Zuschlag erhalten.

Bernhards Vorschlag würde geringere Löhne und andere Arbeitszeiten bedeuten. Peters: "Herr Bernhard macht sich das ein bisschen zu einfach", sagte Peters. "Wenn man technisch und arbeitsorganisatorisch noch nicht alles im Griff hat, sollte man nicht einfach zur Belegschaft sagen: `Jetzt müsst ihr das bringen.´"

Der IG-Metall-Chef zeigte sich dennoch optimistisch: Er könne sich "schlichtweg nicht vorstellen", dass Wolfsburg das Projekt nicht bekomme, das rund 1.000 Arbeitsplätze sichern würde. Ob es die von VW verlangte Einigung bis zum 26. September gibt, mochte Peters aber nicht garantieren.

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