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Goodwood Festival of Speed 2014

Das Formel-1-Fest in Goodwood

Goodwood Festival of Speed 2014 Foto: Amy Shore 22 Bilder

Eine Woche vor dem Großen Preis von England in Silverstone lassen die Formel-1-Stars die Historie lautstark aufleben. Während die modernen Turbomotor schweigen, sorgen Mercedes, Ferrari und Co. in Südengland für die klassische Soundkulisse.

29.06.2014 Dirk Johae Powered by

Die Formelmotoren der vergangenen Jahre kreischen in England so laut, wie es die Fans mögen. Am Steuer sitzen mit Lewis Hamilton, Jenson Button und Kimi Raikkönen drei Weltmeister. Dazu stattet Williams-Pilot Felipe Massa nach dem erfolgreichen Großen Preis von Österreich dem Festival einen Besuch ab und fährt mit großer Ehrfurcht jenen Williams-Renault mit dem Damon Hill 1996 Weltmeister wurde. Hill selbst sitzt am Festival-Sonntag (29.6.2014) am Steuer des Formel-1-Autos, der noch von einem V10-Renault-Motor mit drei Litern Hubraum angetrieben wurde.

Kimi Raikkönen mit Goodwod-Premiere

Raikkönen, der zum ersten Mal beim Festival of Speed zu Gast ist, steuert seinen Ferrari aus dem Weltmeisterjahr 2007 mit der Chassisnummer 262. Der Finne fährt zusammen mit John Surtees über den schmalen Kurs in Südengland: Für Surtees ist diese Fahrt im Ferrari von 1964 der Höhepunkt seines Auftritts zum 50. Jubiläum seines Weltmeistertitels. Dazu lässt Sebastien Buemi den Red Bull von 2011 die schmale Bergpiste hinauffliegen, mit dem Sebastian Vettel zum zweiten Mal Formel-1-Weltmeister wurde und den er "Kinky Kylie" taufte.

Neben Raikkönen, Hamilton, Button, Damon Hill und Surtees starten auch die Formel-1-Weltmeister Sir Jackie Stewart und Emerson Fittipaldi beim diesjährigen Festival of Speed. Während Fittipaldi seinen McLaren M23-Ford steuert, mit dem er vor 40 Jahren zum zweiten Mal Weltmeister wurde, fährt Sir Jackie Stewart den Mercedes-Benz W165 V8, mit dem Hermann Lang 1939 den Großen Preis von Tripolis gewann.

Tribut an Sir Jack Brabham

Statt einer Schweigeminute gedachte das Fahrerlager des Festival of Speed mit einer Minute Motorenlärm. Der dreifache Weltmeister war vor wenigen Wochen in seiner australischen Heimat im Alter von 88 Jahren verstorben.

Auch in seinem 21. Jahr begeistert das Festival of Speed die Besucher auf dem Gelände beim Städtchen Chicester. Aber auch die Rennprofis, der einen der klassischen Rennwagen fahren, genießen die große Bandbreite der Fahrzeuge und das Treffen der vielen Fahrerkollegen aus aller Welt. Ex-DTM- und STW-Werksfahrer Roland Asch schwärmt bei seinem ersten Start in Goodwood: "Das ist ja der Wahnsinn hier, einfach unglaublich, welche Autos hier sind und welche Fahrerkollegen ich treffe", meint Asch tief beeindruckt.

Sogar Fahrerstars werden Autogrammjäger

Voll Ehrfurcht reicht der DTM-Rekordmeister Bernd Schneider seinen Helm an Sir Stirling Moss. Der berühmteste Motorsportler Englands verewigt sich auf dem silberfarbenen Kopfschutz des deutschen Ex-Formel-Fahrers. "Ich habe von allen großen Mercedes-Fahrern ein besonderes Andenken", berichtet Schneider und ergänzt: "Dies ist einer meiner erfolgreichsten Helme, mit dem ich drei 24-Stunden-Rennen sowie mehrere Zwölf-Stunden-Rennen gewonnen habe. Ich trage ihn hier zum letzten Mal, jetzt ist er durch das Autogramm mein Andenken an ihn und der Helm kommt Zuhause in die Vitrine zu den anderen Stücken."

Die persönlichen Geschichten machen das Goodwood Festival of Speed zum großen und entspannten Familientreffen des Motorsports. Die Besucher erleben eine Zeitreise in die Geschichte des Motorsports vom Mercedes Simplex aus dem Jahr 1903 bis zum um 110 Jahre jüngeren Formel-1-Autos aus der vergangenen Saison.

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