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Goodwood Festival of Speed

Festival-Stimmung

Goodwood Festival of Speed 2011 Foto: Goodwood Festival of Speed 25 Bilder

Beim Festival of Speed in Goodwood (30. Juni bis 3. Juli) macht sich Rennprofi Marino Franchitti sein schönstes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. Der Schotte mit dem italienischen Namen, der vier Tage nach der Veranstaltung 33 Jahre alt wird, darf auf der 1,1 Meilen langen Bergrennstrecke in Süd-England insgesamt drei Rennwagen aus der Porsche-Geschichte fahren. Vorher ahnte der Zweite beim 12-Stunden Rennen von Sebring 2011 noch nichts von seinen Möglichkeiten!

05.07.2011 Dirk Johae Powered by

Marino Franchitti ist der jüngere Bruder von Ex-DTM-Profi und Indycar-Ass Dario sowie Cousin von Formel-1-Pilot und DTM-Champ Paul di Resta. Dass er einen legendären Porsche 956 im Wechsel mit Derek Bell steuern durfte, wusste Franchitti. "Als Junge war ich Fan von Derek Bell", erzählt der Rennfahrer. "Der Rothmans Porsche 956, mit dem er damals seine Erfolge feierte, war mein Traumauto. Und es erscheint mir ganz schön unwirklich, dass ich hier einen solchen Wagen mit Derek Bell teilen kann".

Einzigartiges rollendes Museum in Goodwood

Neben dem Le Mans-Siegerwagen von 1983, der einem privaten Sammler gehört, durfte Franchitti auch den Porsche Formel-2-Wagen von 1960 und den Porsche 917/30 von 1973 aus dem Zuffenhausener Werksmuseum fahren. "Ich bin absolut sprachlos", meinte Franchitti nach seiner Fahrt mit dem 917/30. "Vielen Dank an Klaus Bischof, dass ich die Möglichkeit bekommen habe".

Doch nicht nur die Fahrer wie Franchitti freuten sich über die Vielzahl von Möglichkeiten beim Goodwood Festival of Speed. Wenn Lord March einlädt, dann stehen Werke und Sammler Schlange, um mit ihre Autos zu zeigen. Ein derart hochkarätiges rollendes Museum ist einzigartig in der Welt. Allein zur Feier von 100 Jahren Indy 500 versammelte der rennbegeisterte Adelige einen auf der Welt einmaligen Fuhrpark bedeutender Rennwagen und begrüßte dazu eine stolze Garde von Siegern des Rennens auf dem Oval in Indianapolis, die von Parnelli Jones (Gesamtsieger 1963) bis Dan Wheldon (Gesamtsieger 2011).

Mehr als 175.000 Zuschauer

Über 175.000 Zuschauer ließen sich die Chance nicht entgehen. Am höchsten in der Gunst der Zuschauer standen aber die beiden britischen Formel-1-Weltmeister Jenson Button und Lewis Hamilton. Beide scheuchten nicht nur spektakulär den McLaren MP4/23, Hamiltons Weltmeistermodell von 2008 durch den Strohballenkanal. Während Button dazu den neuen McLaren Supersportwagen ausführte, startete Hamilton im McLaren MP4/1-Ford, mit dem John Watson vor genau 30 Jahren den Großen Preis von Großbritannien in Silverstone gewann. Der McLaren-Mercedes-Pilot tankte in Goodwood Selbstbewusstsein für den diesjährigen britischen Grand Prix, der eine Woche nach dem Festival ausgetragen wird.

Mit McLaren präsentierten sich sieben aktuelle Formel-1-Teams in Goodwood. Für Red Bull starteten Mark Webber und Konstrukteur Adrian Newey. Bei Mercedes GP kletterte am Sonntag Nico Rosberg ins Cockpit. Doch während die Formel-1-Stars ihre Autos auf der Strecke demonstrierten, kämpfte einige Piloten um die schnellste Zeit am Berg. Dabei verwies Dan Collins im Lotus 88B-Ford aus dem Classic Team Lotus den Briten Johnny Milner und Michael Bartels im Maserati MC12 (2004) auf die Plätze. Collins sorgte damit für die späte Genugtuung des legendären Doppelchassis-Lotus von 1981, der nie zu einem Rennen zugelassen wurde. Die Techniker erklärten den Wagen mit dem Kohlefasermonocoque schließlich für illegal.

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