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Goodwood Members Meeting

Jochen Mass mit Millionen-Crash in Goodwood

Jochen Mass, Porträt Foto: Kai Klauder 39 Bilder

Motorsport-Legende Jochen Mass hatte beim 73. Goodwood Members Meeting Glück im Unglück. Der Le Mans-Sieger krachte mit einem Mercedes 300 SLS "Porter Special" ins Heck eines Lister-Jaguar "Knobbly". Auch der Fahrer des Jaguar kam bei dem Unfall mit dem Schrecken davon - die beiden Millionen-Klassiker müssen allerdings längere Zeit in die Blechklinik.

24.03.2015 Kai Klauder Powered by

Piloten mit Goodwood-Erfahrung

Beide Fahrer sind in Goodwood schon oft am Start gewesen und daher mit der Strecke und den Gegebenheiten sehr vertraut. Laut Augenzeugen war Jochen Mass gerade auf seiner gezeiteten Qualifikationsrunde zum Salvadori Cup, als Tony Wood im 1959er Lister-Jaguar in die Box abbiegen wollte und deshalb stark verzögerte. Jochen Mass im Mercedes fuhr ihm direkt ins Heck.

Beide Fahrer im Medical Center untersucht

Beide Fahrer konnten aus eigener Kraft aus ihren Rennwagen aussteigen und wurden sofort zum medizinischen Check ins Medical Center gebracht. Nach kurzer Zeit bekamen sie das Ok von den Ärzten und wurden entlassen, "um den Rest des Wochenendes zu genießen", wie die Veranstalter mitteilen. An den weiteren Rennen des Goodwood Members Meeting dürfen sie allerdings nicht teilnehmen.

"Mercedes-Corvette"

Der Mercedes 300 SLS ist ein Einzelstück, das 1956 auf Basis eines Flügeltürers entstand. Der US-Amerikaner Chuck Porter hatte einen verunfallten 300 SL gekauft und ihm eine selbst entworfene Aluminiumkarosserie gedengelt, die stark an den SLR erinnert.

Porter fuhr seinen Wagen bei Clubrennen in den USA - so wurde dieser Renn-SLS schnell bekannt. Doch die Leistung des originalen 215 PS-Sechszylinders war Porter zu wenig. Er probierte es zunächst mit einem Kompressor. Als ihm das nicht reichte, montierte er kurzerhand einen Corvette-V8 unter die Haube - in der US-Szene war der Wagen daher als "Mercedes-Corvette" bekannt

Erstmals an anderen Fahrer verliehen

Der Wagen wurde jedoch wieder auf seine 1956er-Konfiguration mit Mercedes-Triebwerk umgebaut und befindet sich heute im Besitz des deutschen Sammlers und Motorsportlers Klaus Lehr. Nach Insider-Informationen war es das erste Mal, dass er seinen Mercedes 300 SLS Porter einem anderen Fahrer anvertraute.

Weitere Informationen zu dem Mercedes 300 SLS "Porter Special" gibt es auf den Webseiten www.mercedes300sls-porter.de, www.debbyporter.com/chuck-porter/ und www.tamsoldracecarsite.net.

Auch der 1959er Lister-Jaguar ist in der Szene ein bekannter Rennwagen. Der Wagen gehört Barry Wood und wurde schon mehrfach an Rennen in Goodwood eingesetzt. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring war er ebenfalls schon zu sehen.

Zum Unfallzeitpunkt soll Tony Wood im Jaguar auf Rang 2 und Jochen Mass im Mercedes auf Platz 22 gelegen haben.

Umfangreiche Restaurierungsarbeiten erforderlich

Bei dem Einschlag wurde die Front des Mercedes 300 SLS stark verformt, Kotflügel, Motorhaube, Scheinwerfer und Rahmen sind beschädigt. Die beiden Räder wurden blockiert, sodass der Wagen nicht mehr rollfähig war.

Beim Jaguar sehen die Unfallfolgen noch dramatischer aus: Er wurde von dem Mercedes im flachen Winkel ins Heck getroffen. Das Chassis und der gesamte hintere Teil der Karosserie sind deformiert. Bei beiden Rennwagen stehen nun umfangreiche Restaurierungsarbeiten an.

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