Herr Aaltonen, welche Bedeutung hat für Sie das Goodwood Revival?
Altonen: Das ist das beste und größte historische Motorsport-Event der Welt. Es gibt keines, das gleichzeitig so familiär ist. Keines, bei dem die Fahrer so ambitioniert sind und sich bei den Rennen wirklich nichts schenken – ungeachtet der Pretiosen, die sie fahren.
Bei der St. Mary’s Trophy – einem von 16 Rennen beim diesjährigen Revival – haben Sie "nur" den vierten Platz belegt. Woran lag‘s?
Altonen: Das Feld war sehr hochkarätig besetzt und die vorderen Plätze lagen am Ende sehr dicht beieinander. Viel mehr war in meinem Mini Cooper, Baujahr 1964, mit 121 PS, 612 Kilogramm schwer, einfach nicht drin. Aber ich bin recht zufrieden, denn ich hatte mir den dritten Platz erhofft. Außerdem ist es einfach ein Riesen-Spaß, dieses Auto zu fahren.
Das Goodwood Revival wird seit 1989 veranstaltet. Wie oft sind Sie dabei?
Altonen: Das zehnte Mal. Und ich bin hier eigentlich schon fast alles auf vier Rädern gefahren – von Mini und BMW über Cobra bis hin zum Jaguar E-Type.
Wie hat sich das Goodwood Revival im Laufe der Zeit verändert?
Altonen: Wir können mit den gleichen Oldtimern und Youngtimern immer schneller fahren. Denn die Reifen werden besser, die Bremsbeläge überhitzen nicht mehr so schnell, die Messtechnik ist ausgefeilter, so dass Sie immer früher hohe Drehmomente erreichen können.
Sind Sie nächstes Jahr auch wieder dabei?
Altonen: Natürlich. Dann aber hoffentlich mit einem schnelleren Auto.
Welches Auto steht eigentlich in Ihrer Garage?
Altonen: Keines. Einen BMW habe ich verkauft. Jetzt spiele ich aber mit dem Gedanken, mir einen Mini Cooper S Works zu kaufen.
Das müssen Sie als Mini-Markenbotschafter wohl sagen.
Altonen: Nein. Dieses Auto ist einfach Fahrspaß pur. Ich würde übrigens die Maßeinheit "von 0 auf 100 Stundenkilometer in x Sekunden" abschaffen – und dadurch ersetzen, wie schnell die Beschleunigung dich wie tief in den Sitz drückt.






