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17. Goodwood Revival Meeting

"Jim Clark hätte das gefallen"

09/2014 - Goodwood Revival Meeting 2014 Tag 3 - Rennen und Impressionen, mokla 0914 Foto: Dino Eisele 103 Bilder

Das Formel-1-Rennen des Goodwood Revival Meeting um die Glover Trophy bringt alte Zeiten zurück: Lotus kämpft gegen Brabham wie in den besten Zeiten von Jim Clark und Jack Brabham.

15.09.2014 Dirk Johae Powered by

Die grüne Karosserie mit dem gelben Mittelstreifen glänzt in der südenglischen Nachmittagssonne: Der Lotus 25-Climax driftet durch die Madgewick-Kurve der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Goodwood in Südengland. Doch beim diesjährigen Festival muss Historic Racer Andy Middlehurst im Aluminium-Monocoque mehr kämpfen als in den Jahren zuvor. Nach der Meinung aller Goodwood-Kenner ist es das beste Glover-Trophy-Rennen aller 17 Goodwood Revival Meetings

Rarität beim Goodwood Revival Meeting

In der ersten Hälfte des Rennens für Formel-1-Autos der 1,5-Liter-Ära bestimmt der US-Amerikaner James King in seinem Brabham BT7-Climax V8 das Tempo. Das Auto mit der Chassisnnummer F1-1-63 fuhr den Saisons 1963 und 1964 Dan Gurney nach seinem Jahr im Porsche-Werksteam. Gurney sorgte mit diesem Monoposto vor 50 Jahren für die ersten beiden Formel-1-Siege von Brabham in der Weltmeisterschaft.

James King setzt den Brabham BT 7 mit dem rund 200 PS starken Climax-V8-Motor nur noch selten ein. Beim Goodwood Revival Meeting liefert er dem Favoriten Andy Middlehurst im Lotus 25-Climax bis ins Ziel Paroli. Middlehurst steuert den Lotus, mit dem der zweifache Weltmeister Jim Clark insgesamt sieben Siege feierte. Mit einem Schwesterauto stellte Clark in Goodwood 1965 auch den absoluten Rundenrekord auf: 1:20,4 Minuten, übrigens zeitgleich mit Jackie Stewart.

Lotus-Chefmechaniker gratuliert

Middlehurst muss Register ziehen, um den Brabham zu überholen und ihn in den letzten drei Runden hinter sich zu halten. Mit 0,25 Sekunden Vorsprung pfeilt die grün-gelbe Nase des Lotus eher durchs Ziel. Zu den ersten Gratulanten gehört der ehemalige Lotus- Chefmechaniker Bob Dance, der das Rennen von der Boxenmauer aus verfolgte: "Das hätte Jim Clark gefallen: Er ist auch immer mit vollem Einsatz gefahren."

Vilelleicht wäre das Rennen noch spannender geworden, wenn der Ferrari 1512 aus der Saison 1964 das Rennen beendet hätte. Aber Joe Colasacco hat mit dem roten Renner in der zweiten Rennhälfte Pech, als ihn ein zu überrundender Fahrer übersieht und beide in die Streckenbegrenzung rutschen. Bis dahin hatte sich Colasacco mit dem Ferrari, das Auto von Lorenzo Bandini aus der Saison 1964, in der Spitzengruppe behauptet.

Sadlowski gewinnt Flugzeug-Preis

Während Lotus-Pilot Andy Middlehurst auf den erfolgreichen Spuren des legendären Jim Clark wandelt, jubelt auch Dirk Sadlowski. Der Porsche-Spezialist und Chef von PS-Automobile widmet sich neben den schnellen Autos auch historischen Flugzeugen. Mit einer Cessna 195 Business Liner aus dem Jahr 1949, das erste komplett aus Aluminium gefertigte Flugzeug des US-amerikanischen Herstellers, gewinnt Sadlowski den Preis für die hochkarätige Flugzeugausstellung beim Goodwood Revival Meeting. Zu den Juroren gehört neben zahlreichen Flugzeugexperten auch der ehemalige Formel-1-Konstrukteur Gordon Murray.

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