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Goodyear Historie

Goodyear: Mann mit Leidenschaft für Gummi

Goodyear Firmenportrait Foto: Goodyear 14 Bilder

Der Gründer von Goodyear heißt nicht etwa Goodyear mit Nachnamen, sondern Frank Seiberling. Der Amerikaner benannte sein Reifen-Unternehmen nach Charles Goodyear - einem regelrecht von Gummi besessen Mann.

30.09.2009

Denn Goodyear trug Anzüge aus Gummi, hatte einen Gehstock aus Gummi und ließ sogar sein Porträt aus Gummi fertigen. Was das mit Reifen zu tun hat? Charles Goodyear war der Entdecker der Vulkanisation. Deshalb benannte Seiberling sein Unternehmen nach dem Erfinder.

Goodyear war der Meinung, dass Gummi ähnlich wie Kunststoff in allen möglichen Lebensbereichen eine enorm wichtige Rolle spielen könnte, allerdings war Gummi nicht hitzebeständig und brach bei kälteren Temperaturen. Trotzdem experimentiert Goodyear solange, bis er durch Zufall die Vulkanisation entdeckt.

Goodyear Historie: Goodyear entdeckt zufällig die Vulkanisation
 
Als seine Frau Clarissa, die von seinen Versuchen genervt war, eines Tages früher nach Hause kommt, versteckt Goodyear die Mischung aus Gummi und Schwefel im Ofen. Als er später diese Mischung überprüft, stellt er fest, dass das Material haltbar und doch flexibel ist. Erst Jahre später lässt sich Goodyear dieses Verfahren patentieren, aber andere haben diese Entdeckung in der Zwischenzeit auch schon gemacht. Er verdient mit seiner neuen Erfindung kaum etwas.

Seiberling benennt sein Unternehmen nach Charles Goodyear
 
Das größte Denkmal setzt ihm Seiberling mit der Benennung seines Unternehmens nach Charles Goodyear. Es wird 38 Jahre nach dem Tod von Charles Goodyear im Jahr 1898 gegründet. Dabei kommen Frank Seiberling und sein Bruder Charles eher zufällig zu der stillgelegten Strohplattenfabrik in Akron. Eigentlich will Seiberling eine Papiermühle daraus machen, orientiert sich dann aber an den vielen Kautschukfabriken in der Umgebung.
 
Zunächst stellt die Goodyear Tire and Rubber Company mit gerade mal 13 Mitarbeitern Reifen für Kutschen und Fahrräder sowie andere Gummierzeugnisse her. Untrennbar mit Goodyear verbunden ist das Logo mit dem Flügelschuh. 1901 wird es erstmals in einer Werbung verwendet. 1908 bringt Goodyear einen Allwetterreifen auf den Markt, 1909 entwickelt man den ersten pneumatischen Flugzeugreifen aus Gummi, 1921 folgt der erste Offroadreifen.

Goodyear Historie: Goodyear produziert nicht nur Reifen, sondern baut auch Zeppeline
 
Neben den Reifen engagierte sich Goodyear aber auch beim Bau von Zeppelinen. 1924 erwirbt Goodyear die Patentrechte, um in den USA den ersten Zeppelin zu bauen. Fünf Jahre später beginnt der Bau des ersten Zeppelin.
 
1937 baut Goodyear als erstes Unternehmen in den USA Reifen aus synthetischem Kautschuk. 1947 entwickelt man die ersten Nylon-Reifen. Im Jahr 1963 geht der einmilliardste Reifen vom Band. Ein Goodyear-Reifen ist außerdem der erste Reifen auf dem Mond im Jahr 1971.

Goodyear wird 1999 zum größten Reifenhersteller der Welt
 
Die Partnerschaft mit Sumitomo Rubber Industries Ltd. lässt Goodyear im Jahr 1999 zum größten Reifenhersteller der Welt aufsteigen. Es werden in Europa, Japan und Nordamerika insgesamt sechs Joint-Ventures ins Leben gerufen. Goodyear übernimmt außerdem das Dunlop Europageschäft. Mit Michelin geht Goodyear ebenfalls eine Partnerschaft ein. Das 50:50-Joint-Venture umfasst Vereinbarungen zu gemeinsamer Forschung und Entwicklung und schließt auch die Lizenzvergabe für die Patente des Partners und den Aufbau eines weltweiten Kundendienstnetzes ein.

Zur Goodyear-Dunlop Gruppe gehören im Jahr 2009 die Marken Goodyear, Dunlop, Fulda, Sava, Falken, Pneumant und Debica.

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