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Goodyear schließt Reifenwerk

Aus für Standort in Nordfrankreich

Goodyear Firmenportrait Foto: Goodyear

Der US-Reifenhersteller Goodyear will in Nordfrankreich ein Werk mit knapp 1.200 Mitarbeitern schließen. Die Aufgabe des Standorts Amiens-Nord sei nach fünf Jahren fruchtloser Verhandlungen mit den Gewerkschaften die einzige Option, teilte die Unternehmensführung am Donnerstag (31.1.2013) mit.

31.01.2013 dpa

Sie wirft den Arbeitnehmervertretern vor, andere Lösungsmöglichkeiten wie eine Teilschließung verhindert zu haben. Die Gewerkschaften kündigte einen Streik gegen die Schließungspläne an.Insgesamt beschäftigt der Reifenhersteller nach eigenen Angaben weltweit rund 71.000 Mitarbeiter.

Absatzkrise bringt Verluste

Goodyear leidet nach eigenen Angaben vor allem unter der Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt. Allein in der Fertigung von Autoreifen in Amiens-Nord soll demnach 2011 ein Verlust in Höhe von 41 Millionen Euro angefallen sein. Im Geschäft mit Reifen für die Agrarwirtschaft waren es zusätzlich 20 Millionen Euro.
 
Für die sozialistische Regierung unter Präsident François Hollande sind die Pläne eine weitere Hiobsbotschaft. Sie versucht seit Monaten vergeblich, das Problem steigender Arbeitslosenzahlen in den Griff zu bekommen. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag die Arbeitslosenquote in Frankreich im November bei 10,5 Prozent, in Deutschland hingegen nur bei 5,4 Prozent.

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