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30-Millionen-Dollar-Projekt Google Lunar XPRIZE

Audi fliegt 2017 mit dem Lunar Quattro zum Mond!

14 Bilder
Update

Er ist bereit, den Mond zu erkunden: Der Audi Lunar Quattro hat die Tests abgeschlossen und darf ab Ende 2017 mit einer Trägerrakete zum Mond fliegen. Dafür musste das kleine Fahrzeug ordentlich abspecken und E-Power zulegen.

01.12.2016 Roman Domes 3 Kommentare

Als die NASA ihre letzte bemannte Mondmission 1972 startete, war die Audi AG gerade einmal drei Jahre alt. 45 Jahre später darf Audi vielleicht selbst zum Mond fliegen. Im Rahmen des „Google Lunar XPRIZE“-Projekts hat das Projektteam „The Part-Time-Scientists“ mit Audi-Unterstützung einen kleinen Mond-Rover gebaut, der natürlich über Quattro-Antrieb verfügt und zudem elektrisch fährt.

Lunar Quattro war zu schwer

Ein erster Prototyp, der im vergangenen Jahr gebaut wurde, war mit 38 Kilo viel zu schwer. Mit dem Einsatz eines „optimalen Materialmix“, wie Audi sagt, konnte das Team das Gewicht auf 30 Kilo reduzieren. Mit dem wesentlich geringeren Gewicht kann der Lunar Quattro auch weitere Strecken zurücklegen als vorher. Das wurde in Simulationen bewiesen, die die extremen Bedingungen auf dem Mond nachstellen. Außerdem bekam Lunar Quattro ein Update für die Kraftverteilung des Allradantriebs, wuchs etwas in seinen Ausmaßen und bekam neue, griffigere Räder.

Wenn der Lunar Quattro ab Ende 2017 auf dem Mond landen sollte, wird er sich mit vier Kameras orientieren können. Er soll 3D-Aufnahmen erstellen und 360-Grad-Fotos machen. Die Optiken stammen größtenteils vom Spezialist Schneider Kreuznach, der bereits Linsen für das Ur-Apollo-Projekt entwarf. Auf seinem Weg kommt er auch am Mond-Buggy von Apollo 17 vorbei, der seit 1972 auf dem Mond parkt.

Die „Challenge“ des Google Lunar XPRIZE: Um zu gewinnen, muss ein privates Team einen Rover auf den Mond bringen, der dort mindestens 500 Meter zurücklegt und hochauflösende Bilder zur Erde zurücksendet.Von anfangs knapp 30 Teilnehmern befinden sich mittlerweile noch fünf führende Teams im Rennen um den Start zum Mond. Die Part-Time Scientists sind dabei das einzige Team aus Deutschland.

Audi Lunar Quattro, Lunar Rover, Mondbuggy, Part-Time ScientistsFoto: Audi / PTScientists.com
Möchte 2017 auf den Mond: der Audi Lunar Quattro.

Audi Lunar Quattro soll auf dem Mond fahren

Die „Teilzeit-Wissenschaftler“ aus Berlin-Hellersdorf beackern schon lange das Thema Raumfahrt. 2009 wurde ein erster Prototyp fertiggestellt. Das 2015er-Modell, eine komplette Neuentwicklung, soll beim Google-Wettbewerb gewinnen. Unter die letzten 16 Kandidaten sind sie mit Unterstützung von Partner wie etwa Audi oder dem Chiphersteller Nvidia bereits gekommen. Audi bietet dem Team um Robert Böhme, Jack Crenshaw und Karsten Becker ihr Know-How in essenziellen Bereichen an: Leichtbau, Allradantriebs-Technologie, Elektromobilität sowie autonomes Fahren. Dass Audi letzteres durchaus jetzt schon beherrscht, zeigten sie ja bereits mit diesem Audi A7 – er fuhr bis zu 130 km/h, völlig autonom.

Der Audi Lunar Quattro wird so schnell nicht werden: Immerhin soll er sich mit maximal 3,6 km/h auf dem Mond fortbewegen. Dazu nutzt der kleine Roboter ein Aluminium-Chassis, ein Solar-Panel zum Aufladen seiner Lithium-Ionen-Batterie, und insgesamt vier elektrische Radnabenmotoren – an jeder Achse einen.

Audi Lunar Quattro, Lunar Rover, Mondbuggy, Part-Time ScientistsFoto: Audi / PTScientists.com
Zusammen mit den Part-Time-Scientists aus Berlin entwickelte Audi den modernen Mond-Buggy.

Fahrwerkstechnologie wie in einem Sportwagen

Dazu gesellt sich ein äußerst stabiles Fahrwerk – nötig für die nicht ganz perfekte Oberfläche des Erdtrabanten. An allen vier Rädern wurden Doppelquerlenker montiert, diese Konstruktion soll besonders stabil sein.

Neuester Kommentar

Wird man dann den Lunar Quattro umtaufen -> Lunar Sport (nachdem wie uns bekannt ist, die Audi Quattro GmbH den neuen Namen Audi Sport GmbH übernehmen wird) ?
Sorry, was besseres ist mir nicht eingefallen :P

Oxnard Montalvo 2. Dezember 2016, 11:17 Uhr
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