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GP England

Heimsieg für Hamilton

Foto: dpa

Lokalmatador Lewis Hamilton hat in beeindruckender Manier den verregneten Grand Prix von England in Silverstone gewonnen. Der McLaren-Pilot distanzierte am Sonntag (6.7.) Nick Heidfeld um 68,5 Sekunden.

06.07.2008 Tobias Grüner Powered by

Bei feuchten Bedingungen ging Hamilton schon in Runde fünf an seinem vor ihm gestarteten Teamkollegen Heikki Kovalainen vorbei und gab die Führung anschließend nicht mehr her. Während sich bei zunehmenden Regen im Rest des Feldes die Dreher häuften, fuhr der Vizeweltmeister konzentriert und fast fehlerlos an der Spitze.

"Es war der schönste Sieg und das beste Rennen meiner Karriere", freute sich Hamilton im Ziel. "Am Ende habe ich nur noch gebetet, dass ich das Auto heil ins Ziel bringe." Mit dem überzeugenden Erfolg beim Heimspiel gab der Youngster eine beeindruckende Antwort auf die aufkeimende Kritik in den vergangenen Wochen.

Heidfeld auf dem Podium

Nur Nick Heidfeld konnte bis zur Mitte des Rennen einigermaßen mit Hamilton mithalten und zeigte mit zwei spektakulären Überholmanövern seine fahrerische Klasse. Bei feuchter werdender Strecke musste aber auch Heidfeld schnell wieder abreißen lassen. Nach seinem zweiten Platz in Kanada zeigte der Mönchengladbacher aber in England erneut seine ansteigende Formkurve.

Überraschend auf Rang drei landete Honda-Pilot Rubens Barrichello. Der Brasilianer profitierte davon, dass er bei sehr nassen Bedingungen früh auf Extrem-Regenreifen wechselte. Während die Konkurrenz auf den normalen Regengummis zögerte, machte der GP-Rekordhalter Position um Position gut. Am Ende stand der erste Podiumsplatz seit dem USA GP 2005.

"Fantastisch", freute sich Barrichello. "Ich habe niemals den Glauben aufgegeben." Der Honda-Mann wusste, dass er sich auch bei den Wettergöttern bedanken musste. "Der Regen hat uns glücklicherweise geholfen. Wir haben mit den Extrem-Wetter-Reifen die richtige Entscheidung getroffen. Das hat richtig Spaß gemacht, als ich die Konkurrenz rechts und links überholen konnte."

Ferrari enttäuscht

Für das favorisierte Ferrari-Team lief das Rennen dagegen enttäuschend. Nur in einer kurzen Phase im ersten Renndrittel konnte Weltmeister Kimi Räikkönen die silberne Konkurrenz  unter Druck setzen. Der Finne verzichtete allerdings beim ersten Stopp darauf, seine Reifen wechseln zu lassen und fiel daraufhin weit zurück. Gegen Ende machte der Iceman noch ein wenig verlorenen Boden gut und betrieb mit Rang vier Schadensbegrenzung. Für den WM-Spitzenreiter Felipe Massa war die Hoffnung auf Punkte nach einigen Drehern dagegen schnell vorbei. Als letzter gezeiteter Pilot landete der Brasilianer auf Rang 13.

Vom dritten Platz für Heidfeld abgesehen, verlief das Rennen für die anderen deutschen Piloten enttäuschend. Nico Rosberg verpasste als Neunter ebenso die Punkte wie Timo Glock auf Rang zwölf. Für Toro Rosso-Pilot Sebastian Vettel war das Rennen schon früh beendet. Bereits in der ersten Runde wurde der Heppenheimer von David Coulthard gedreht und rutschte ins Kiesbett. Auch Force India-Pilot Sutil sah nach einem Abflug die Zielflagge nicht.

Spannung in der WM

Zur Halbzeit der Saison liegen nun drei Fahrer punktgleich an der Spitze der WM-Wertung. Sowohl Hamilton, als auch die beiden Ferrari-Piloten Massa und Räikkönen kommen jeweils auf 48 Zähler. Nur zwei Punkte dahinter liegt BMW-Mann Robert Kubica in Lauerstellung auf Rang vier. Der Pole verpasste mit einem Ausrutscher ins Kiesbett die große Chance, die WM-Spitze wieder zu übernehmen.

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