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GP Frankreich

Räikkönen holt Pole-Position

Foto: dpa

Weltmeister Kimi Räikkönen hat am Samstag (21.6.) im Qualifying in 1:16,449 Minuten die schnellste Runde auf dem 4,411 Kilometer langen Circuit Nevers in Magny-Cours gedreht. Der Finne holt damit die 200. Pole-Position für Ferrari..

21.06.2008 Powered by

Mit der Pole ist Weltmeister Kimi Räikkönen in die Rolle des haushohen Favoriten für den Großen Preis von Frankreich gerast. Die WM-Rivalen der roten Renner finden sich hingegen beim achten Lauf an diesem Sonntag in Magny-Cours fast aussichtslos auf den hinteren Startplätzen wieder: Silberpfeil-Hoffnung Lewis Hamilton geht strafversetzt von Rang 13 auf die Strecke, WM-Spitzenreiter Robert Kubica fährt im BMW-Sauber als Sechster los. Einen weiteren Rückschlag setzte es für Kubicas Teamkollegen Nick Heidfeld: Er startet von Platz elf.

"Bis jetzt ist es ein großartiges Wochenende", sagte Räikkönen nach seiner souveränen Vorstellung am Samstag. In 1:16,449 Minuten fuhr er im letzten Qualifikationsdurchgang die schnellste Runde und sorgte damit für das Pole-Jubiläum der Scuderia. Zudem benötigte er für seine Bestzeit nur fünf statt sechs Runden und hat so einen kleinen Spritvorteil für das Rennen. Felipe Massa komplettierte als Zweiter das perfekte Resultat des Teams, das in der Konstrukteurswertung mit 73 Punkten nur drei Zähler vor BMW-Sauber liegt, gefolgt von McLaren-Mercedes mit 53 Punkten. Bei der wahl der reifen waren die Roten, wie auch fast alle anderen Teams unentschlossen. Weder für die weichen noch für die härteren Pneus gab es eindeutige Vorteile.

McLaren mit schlechter Ausgangslage

Die Silbernen hingegen stehen im Rennen vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Auf dem 4,411 Kilometer langen Circuit Nevers gilt Überholen als sehr schwierig. Für Vize-Weltmeister Hamilton ist von Startplatz 13 daher höchstens Schadensbegrenzung angesagt. "Es war ziemlich enttäuschend für mich, sagte der Brite, der mehrere Fehler in der Qualifikation einräumte. Nach seinem Boxengassen-Auffahrunfall mit dem Ferrari von Räikkönen war er mit dem Startplatz-Handicap von zehn Rängen belegt worden. Der Brite wird daher am Sonntag vermutlich mit einem aufs Überholen (hohe Vmax) ausgelegten Setup, wenig Sprit und einer Drei-Stopp-Strategie an den Start gehen.

Teamkollege Heikki Kovalainen wird hinter dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso im überraschend starken Renault sowie Toyota-Mann Jarno Trulli als Fünfter starten. "Wir müssen versuchen, Punkte zu machen und unser Handicap nach Lewis' Rückversetzung so gut wie möglich zu kompensieren", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Wieder auf dem harten Boden der Tatsachen landete das BMW-Sauber-Team. Nach dem umjubelten Premierensieg durch Kubica in Kanada fuhr der Pole in Frankreich bislang der WM-Konkurrenz hinterher. Die WM-Führung des 23-Jährigen, der mit 42 Punkten vier Zähler vor Hamilton und Massa und sieben vor Räikkönen liegt, ist akut in Gefahr. Noch größer war die Enttäuschung bei Nick Heidfeld. In letzter Minute konnte er zwar noch das Aus schon im ersten Durchgang verhindern, im zweiten Qualifikations-Abschnitt war dann aber Schluss. Die wegen seiner Qualifying-Probleme kurzfristig angesetzten Übungsschichten der vergangenen Woche blieben somit vorerst wirkungslos.

Eher zufrieden konnten hingegen Toyota-Mann Timo Glock und Toro-Rosso-Fahrer Sebastian Vettel sein. Glock darf am Sonntag als Neunter starten, obwohl ihm im letzten Quali-Abschnitt die hohe Spirtmenge ein völlig verändertes Auto bescherte. Vettel zeigte schon im Training starke Leistungen, verpasste nur knapp das Qualifying der Top Zehn und geht als Zwölfter auf die Strecke. "Wir waren nah dran, aber es hat nicht sollen sein. Ich kann mit meiner Leistung zufrieden sein", sagte der Heppenheimer, für den sich ein Wechsel zum Mutterteam Red Bull zur kommenden Saison anbahnt.

Als Letzter muss am Sonntag Williams-Mann Nico Rosberg ins Rennen gehen. Der Wiesbadener wurde im Qualifying 15., wird nach seiner Verwicklung in den Boxengassen-Unfall von Montréal aber ebenso wie Hamilton um zehn Plätze nach hinten versetzt. "Es ist eine Katastrophe. Es ist schon grausam, wie weit wir zurück sind", schimpfte Rosberg. Direkt neben dem Williams-Fahrer geht Adrian Sutil als 19. ins Rennen. "Es ist nicht mehr drin im Auto. Ankommen - das ist leider das Einzige, worauf wir hoffen können", sagte Sutil.

GPFrankreich: Ergebnis Qualifying
GPFrankreich: Ergebnis 2. Freies Training
GPFrankreich: Ergebnis 1. Freies Training
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