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GP Italien

Sensationspole durch Vettel

Foto: dpa 50 Bilder

Sebastian Vettel hat sich am Samstag (13.9.) in Monza die erste Pole Position seiner Karriere gesichert. Während viele der Top-Piloten strauchelten, kam der junge Deutsche mit den regnerischen Bedingungen bestens zurecht.

13.09.2008 Tobias Grüner Powered by

Das kleine Toro Rosso-Team mischt die Formel 1-Welt auf: Neben Vettel, der in Monza Fernando Alonso als jüngsten Pole-Setter aller Zeiten abgelöst hat, platzierte auch Nummer 2-Fahrer Sebastien Bourdais seinen Boliden auf Rang vier in aussichtsreicher Position. "Es war eine unglaubliche Leistung vom Team und den Fahrern", freute sich Mitbesitzer Gerhard Berger anschließend. "Wir haben uns zuletzt verbessert und wenn alles zusammenpasst, dann geht’s richtig schnell."

Vettel selbst überrascht

Zum dritten Mal in Folge erreichten beide Fahrzeuge des kleinen Red Bull-Teams das letzte Quali-Segment. "Ich war selbst überrascht und hätte nie mit der Pole gerechnet", sagte ein überwältigter Sebastian Vettel nach dem Zeittraining. "Die Bedingungen waren sehr schwer heute mit dem vielen Wasser. Wir haben einfach ein gutes Setup gefunden." Für das Rennen stapelt der Youngster allerdings noch tief: "Wir können jetzt nicht erwarten, dass wir am Sonntag um den Sieg mitfahren. Punkte sind das Ziel, das Podium wäre ein Traum."

Vettel muss sich die erste Startreihe mit Silberpfeil-Pilot Heikki Kovalainen teilen. Der Finne lag in seiner schnellsten Rund nur knapp acht Hundertstel hinter dem Heppenheimer. Platz drei sicherte sich der Australier Mark Webber. Damit stehen gleich drei Piloten aus dem Stall von Red Bull in den ersten beiden Startreihen.

Vier Deutsche in den Top Ten

Nicht nur wegen der Vettel-Pole konnte das Qualifiyng im Königlichen Park zu Monza aus deutscher Sicht als Erfolg verbucht werden: Nico Rosberg stellte seinen Williams auf Startplatz fünf, mit Timo Glock auf neun und Nick Heidfeld als Zehntem beendeten insgesamt vier Deutsche den Tag in den Top Ten. Nur Adrian Sutil konnte mit dem 20. und damit letztem Platz nicht ganz mit seinen Landsleuten mithalten.

Felipe Massa kam von den Spitzenpiloten im WM-Klassement am besten mit den widrigen Bedingungen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Lombardei zurecht. Der Brasilianer stellte sein Sportgerät beim Ferrari-Heimspiel immerhin auf Rang sechs. 

Hamilton nur auf 15

Wo Gewinner sind, da gibt es natürlich auch Verlierer: Die größte Enttäuschung erlebte Lewis Hamilton, der die zweite Qualifikationsrunde nicht überstand. Zu Beginn pokerte der Brite auf Intermediates, die allerdings zu wenig Grip boten. Durch den anschließenden Wechsel auf Heavy-Wet-Reifen verpasste Hamilton das optimale Zeitfenster, in dem die Strecke die schnellsten Zeiten zuließ. "Wir hatten im Q2 mit gleichbleibendem Regen gerechnet", gab McLaren-Teamchef Ron Dennis anschließend den Fehler zu. Mit zunehmendem Niederschlag konnte der WM-Spitzenreiter am Ende keine Zeitenverbesserung mehr hinlegen und beendete die zweite Runde nur als 15.

Neben Hamilton fielen mit Kimi Räikkönen auf Rang 14 und Robert Kubica auf Platz elf noch zwei weitere Spitzenpiloten den schwierigen Bedingungen zum Opfer. So verabschiedeten sich überraschend gleich drei der vier Führenden im WM-Klassement vorzeitig. Kurios: Nur eine Minute nachdem die Uhr der zweiten Quali-Runde abgelaufen war, ließ der Niederschlag wieder etwas nach.

Rennen verspricht Spannung

Für den Rennsonntag sind erneut wechselhafte Wetterbedingungen angekündigt. "Wenn es dann regnet, siehst du wegen der Gischt ab Platz fünf gar nix mehr", prognostiziert Vettel. Ein Regenrennen wünscht sich von den Fahrern eigentlich keiner, weil es bei Top-Speeds jenseits von 300 km/h in Monza zu gefährlich wird. Nur Timo Glock hofft auf feuchte Bedingung: "Wir bekommen in die harte Trockenreifen keine Temperatur. Da würde uns die Konkurrenz um die Ohren fahren."

Da viele Spitzenfahrer von weit hinten starten, erwartet die Fans am Sonntag ein spannendes Rennen. Mark Webber glaubt allerdings nicht daran, dass Hamilton & Co. noch eine Chance auf das Podium haben: "Zu Beginn werden sie schnell ein paar Plätze gutmachen. Dann wird es allerdings zäh." Überholen ist in Monza gerade im Trockenen nur schwer möglich.

Außerdem dürfen die Piloten die Abstimmung ihrer Fahrzeuge nicht auf geänderte Bedingungen anpassen. Sollte die Strecke zum Start trocken sein, darf nur der Frontflügel verstellt werden. Der Rest des Setups muss unangetastet bleiben.

-> GP Italien: Startaufstellung
-> GP Italien: Ergebnis Qualifying

-> Formel 1 Datenbank

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