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GP Spanien

Kimi siegt - Kovalainen crasht

Foto: dpa

Ein Horror-Unfall des Silberpfeil-Piloten Heikki Kovalainen hat den 78. Doppelerfolg von Ferrari in der Formel 1 überschattet. Der Finne kam bei über 200 Stundenkilometern wegen eines technischen Defekts von der Strecke ab und krachte fast ungebremst in die Reifenstapel.

27.04.2008 Powered by

Während Kovalainen nach ersten vorsichtigen Entwarnungen in einem Krankenhaus in Barcelona weiter eingehend untersucht wurde, fuhr Pole-Mann Räikkönen im Ferrari seinen zweiten Saison- und seinen 16. Karrieresieg ein. Zweiter wurde Bahrain-Gewinner Massa vor Vize-Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten McLaren-Mercedes.

Keine Knochenbrüche

Doch im Lager von Mercedes interessierte am Sonntag nur eines. "Sein Zustand ist stabil", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug über Kovalainen. "Er hat wohl eine Gehirnerschütterung, keine Knochenbrüche", sagte Teamchef Ron Dennis. Zu den möglichen Ursachen des kapitalen Crashs erklärte Haug: "Die erste Vermutung ist ein Felgenbruch." Es könne vor dem Unfall auch eine Berührung gegeben haben. "Man muss aber bei solchen Dingen sehr, sehr vorsichtig sein", mahnte Haug, während im McLaren-Werk in Woking die Bilder des Unfalls während des Rennens bereits genau analysiert wurden.

Ein sportliches Debakel erlebten die fünf deutschen Piloten. Nick Heidfeld aus Mönchengladbach kam nicht über den neunten Rang hinaus, verpasste damit erstmals 2008 die Punkteränge und fiel in der Gesamtwertung vom zweiten auf den fünften Platz zurück hinter Spitzenreiter Räikkönen (29), Hamilton (20), Robert Kubica im zweiten BMW-Sauber (19) und Massa (18). Heidfelds Team wurde von Titelverteidiger Ferrari von der Spitze der Marken-WM verdrängt.

Deutsche bleiben ohne Punkte

Timo Glock aus Wersau wurde im Toyota Elfter. Nico Rosberg aus Wiesbaden kam im Williams-Toyota ebenso wie Sebastian Vettel aus Heppenheim im Toro Rosso und Adrian Sutil aus Gräfelfing im Force India nicht ins Ziel. "Das war ein sehr hirnloses Manöver von Adrian", schimpfte Vettel.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Kovalainen bereits im Streckenhospital behandelt, nachdem er in der 22. Runde von der Strecke abgekommen war. Sein Unfall rief Erinnerungen an einen Crash von Teamkollege Hamilton im vergangenen Jahr in der Qualifikation auf dem Nürburgring wach. Kovalainens Silberpfeil bohrte sich regelrecht in die Barriere, sofort wurde neben dem Safety auch das Medical Car auf den Kurs geschickt, während die Streckenposten verzweifelt versuchten, den McLaren-Mercedes aus dem Reifenstapel zu ziehen.

Kovalainen gibt Entwarnung

Auf der Trage liegend gab Kovalainen selbst die erste Entwarnung, als er seinen Fans mit dem rechten Arm zuwinkte. Auch eine Sprecherin des Internationalen Automobilverbandes FIA erklärte, dass sich Kovalainen in einem stabilen Zustand befinde und keine sichtbaren Verletzungen erlitten habe.

Kovalainens Crash sorgte bereits für die zweite Safety-Car-Phase des vierten WM-Laufs, nachdem gleich in der ersten Runde Sutil und Vettel kollidiert und auch ausgeschieden waren. Während Pole-Mann Räikkönen sich aus allen brenzligen Situationen souverän raushalten konnte, bekam Alonso gleich beim Start den ersten Dämpfer. Nachdem er mit seinem Boliden beinahe auf der Einführungsrunde beim Zickzackfahren zum Aufwärmen der Reifen gegen die Wand gefahren wäre, musste er Massa nach dem Erlöschen der Roten Ampeln chancenlos vorbeiziehen lassen.

Safety-Car-Pech für Heidfeld

Im vorderen Mittelfeld schob sich Heidfeld beim Start vom neunten auf den siebten Platz. Doch spätestens, als der Mönchengladbacher in der Safety-Car-Phase nach dem Kovalainen-Unfall zum Auftanken unerlaubterweise an die Box zum Tanken musste, konnte er seinen zweiten WM-Gesamtrang und auch die Hoffnungen auf den zweiten Podestplatz in diesem Jahr frühzeitig vergessen.

Denn Heidfeld kassierte eine Durchfahrtsstrafe und fiel zwischenzeitlich auf Rang 14 zurück. Profitieren konnte der 30-Jährige auch nicht mehr vom Ausfall Alonsos, der klar in den Punkterängen liegend seinen Renault vor offiziell 132.000 Zuschauern auf dem Katalanien-Kurs wegen eines technischen Defekts und mit Feuer am Heck abstellen musste. Dasselbe galt auch für den Deutschen Rosberg. Zum Zeitpunkt seines Aus war der Wiesbadener Siebter. Von allen Ausfällen, Un- und Zwischenfällen ebenso unbeeindruckt wie unberührt, raste Räikkönen nach 1:38:19.051 Stunden als Erster durchs Ziel. Sein Vorsprung auf Massa betrug 3,228 Sekunden. Zuletzt hatte Massa in Bahrain noch vor Räikkönen gewonnen.

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