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GP Ungarn

Erster Sieg für Kovalainen

Foto: McLaren 48 Bilder

Mercedes-Pilot Heikki Kovalainenam hat am Sonntag (3.8.) in Budapest seinen ersten Formel 1-Grand Prix gewonnen. Dahinter feierte Timo Glock auf Rang zwei seine erste Podiumsplatzierung.

03.08.2008 Tobias Grüner Powered by

Als erster Gratulant sendete Ron Dennis seine Glückwünsche ins silberne Cockpit: "Willkommen in der Welt des Gewinnens", begrüßte der McLaren-Teamchef seinen Piloten nach der Zieldurchfahrt. Kovalainen, der als 100. GP-Sieger in die Geschichtsbücher eingeht, fuhr über 70 Runden ein eher unauffälliges, aber fehlerfreies Rennen.

"Das ist fantastisch. Ein großartiger Moment für mich", strahlte der 26-Jährige nach dem Rennen. "Ich hoffe, dass noch viele weitere Siege folgen." Der Finne profitierte bei seinem Premierensieg vor allem vom Ausfall von Ferrari-Pilot Felipe Massa und einem Reifenschaden bei Teamkollege Lewis Hamilton.

Massa hatte das Rennen nach einem Traumstart über weite Strecken dominiert, musste seinen Ferrari jedoch drei Runden vor Schluss in Führung liegend abstellen. Auch Lewis Hamilton, der lange Zeit auf Position zwei lag, hatte Pech: Ein Plattfuß vorne links warf den Vizeweltmeister in der 41. Runde zurück. "Ich wurde total überrascht von dem Reifenschaden", berichtete Hamilton. Am Ende sicherte sich der McLaren-Pilot auf Platz fünf immerhin noch vier WM-Punkte und verteidigte dadurch die Führung im Gesamtklassement.

Glock aufs Podium gespült

Vom Pech der beiden vor ihm liegenden Piloten profitierte auch Timo Glock. Von Rang vier wurde der Toyota-Pilot mitten aufs Treppchen gespült. "Ich kann es eigentlich gar nicht richtig glauben", so Glocks erster Kommentar. "Vielen Dank an mein Team und an meinen Ingenieur, die alle einen perfekten Job gemacht haben." Dabei fuhr der Odenwälder selbst ein beherztes Rennen und konnte zwischenzeitlich sogar Kovalainen unter Druck setzen. Ein Tank-Problem beim ersten Stopp und ein ungeplanter Strategiewechsel im letzten Renndrittel bremsten allerdings den weiteren Vorwärtsdrang.

Am Ende musste sich Glock sogar noch gegen den drängelnden Weltmeister Kimi Räikkönen wehren. Nach einem verkorksten Rennen konnte der Ferrari-Pilot mit Rang drei immerhin noch Schadensbegrenzung betreiben. "Wenn man im Qualifying nicht schnell ist, kommt man im Rennen auch nicht mehr weit nach vorne", grummelte der enttäuschte Ferrari-Pilot anschließend. In der WM-Wertung ist der Finne nun mit drei Zählern Rückstand der erste Verfolger von Spitzenreiter Hamilton. Statt die WM-Führung zu erobern fiel Massa durch den Motorschaden auf Rang drei zurück.

Neben Toyota lieferte auch Renault ein gutes Teamergebnis ab. Fernando Alonso als vierter und Nelsinho Piquet auf Rang sechs bestätigten den Aufwärtstrend der Franzosen. Dahinter landete Glocks Teamkollege Jarno Trulli auf Position sieben.

Enttäuschung bei BMW-Sauber

Robert Kubica holte als einziger BMW-Pilot in den Punkten auf Rang acht noch einen Zähler für die Bayern. Auch der mit einer Ein-Stopp-Strategie ins Rennen geschickte Nick Heidfeld konnte  mit Rang zehn die Enttäuschung für die Weiß-blauen nicht mehr verhindern. "Hier ist das Pendel leider nach unten ausgeschlagen", so der nüchterne Kommentar des Mönchengladbachers.

Auch die anderen drei Deutschen werden das Rennen in Budapest als deutlcihen Misserfolg abhaken: Williams Pilot Nico Rosberg lief als 14. unter ferner Liefen ein. Sebastian Vettel und Adrian Sutil mussten das Rennen mit Defekten vorzeitig beenden.

Für etwas Aufregung sorgten die Tankanlagen gleich bei vier Teams. Beim ersten Stopp von Timo Glock musste der Schlauch gewechselt werden. Weniger harmlos ging das Nachtanken bei Sebastien Bourdais vonstatten: Auslaufendes Benzin entzündete sich und sorgte für eine Schaumdusche aus dem Feuerlöscher. Auch beim Honda von Rubens Barrichello und dem Williams von Kazuki Nakajima schlugen Flammen aus dem Tank.

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