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Grand Prix Australien Jubiläum

Rennlegenden aus dem Albert Park

Talbo Lago T26C 1953 GP Australien Classics Foto: Grüner 61 Bilder

Seit 60 Jahren rasen mittlerweile Rennwagen durch den Albert Park von Melbourne. Zum Jubiläum wurden dieses Jahr im Rahmen des Grand Prix von Australien wieder einige der Renn-Klassiker von damals auf die Strecke geschickt. Wir haben die Bilder.

22.03.2013 Tobias Grüner Powered by

Es war ein unfairer Vergleich, den die moderne Formel 1 nicht gewinnen konnte. Nachdem das erste Freie Training zum GP Australien am Freitagvormittag mehr oder weniger harmlos dahingeplätschert war, riss es die Zuschauer in der Pause plötzlich von den Stühlen.

Ganz ungewohnte Geräusche waren von der Piste zu hören. Statt des steril schreienden Formel 1-Lärms erfüllte plötzlich ein lebendiges Knattern und Blubbern den Albert Park. Rund 60 Rennklassiker und Sportwagen-Legenden wurden gleichzeitig zum Leben erweckt. Die Erde bebte, dass sich die Nackenhaare aufstellten.

Grand Prix von Australien feiert 60. Jubiläum

Der Grund für die Störung der Mittagsruhe war einfach: Der Albert Park feierte Jubiläum. Nicht die Grünanlage selbst - die gibt es schon seit 1864 - sondern die jährliche Rennveranstaltung. Die nannte sich schon im Jahr 1953 "Grand Prix", als die Formel 1 den europäischen Kontinent nur für die Rennen in Argentinien (Buenos Aires) und die USA (Indianapolis) verließ. Erst 1996 zog der GP Australien von Adelaide nach Melbourne um, wo er mittlerweile eine Heimat gefunden hat.

Die Aussies stört das bekanntlich wenig. Für sie begann die Grand Prix-Historie rund um den 50 Hektar großen See bereits 1953. Und deshalb wurde auch in diesem Jahr das Jubiläum entsprechend lautstark begangen. Hinter dem Formel 1-Paddock wurde auf der grünen Wiese extra für die GP-Klassiker ein provisorisches zweites Fahrerlager aufgebaut. Mit Zelten, Stroh und intensivem Benzingeruch.

Klassiker-Fahrerlager im Albert Park

Während die Formel 1 für Otto-Normal-Besucher wie immer hermetisch abgeriegelt war, konnten sich die Fans bei den Renn-Oldies nach Herzenslust umsehen. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Natürlich war der Talbo Lago T26C ganz weit vorne auf der Liste. Schließlich hatte die himmelblaue Zigarre das erste Albert Park-Rennen im Jahr 1953 gewonnen.

Aber auch Coopers, Ferraris, Maseratis und Brabhams buhlten um die Aufmerksamkeit der Besucher. Abgedeckt wurde die ganze Bandbreite des Rennsports. Reinrassige Monoposto-Renner, GT-Autos oder auch einfach schöne Straßensportler - da kam jeder auf seine Kosten.

Die Highlights des Wochenendes waren wie schon erwähnt die Ausfahrten auf der Strecke. Die alte Technik wurde von den Besitzern auf der Piste nicht geschont. Hier und da hinterließ man zum Gruß für Vettel und Alonso noch einen kleinen Ölfleck auf der Ideallinie. Auch Petrus war offenbar begeistert. Während die Formel 1 mehr als einmal durch Regen ins Stottern kam, zeigte sich zu den Showfahrten der Oldies regelmäßig die Sonne.

Motor-Klassik nimmt Sie in der Galerie mit auf eine Tour durch das Oldie-Fahrerlager im Albert Park.

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