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Grand Prix de Monaco Historique 2014

Monaco Master, Le Mans-Sieger, Super-Michael

Grand Prix Monaco Historique, 2012, mokla 0512, impressionen Foto: Dino Eisele 70 Bilder

Der exklusivste Große Preis der Welt wird nur alle zwei Jahre ausgefahren. Um beim Grand Prix de Monaco Historique - in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai - über die Straßen von Monte-Carlo auf Bestzeit zu rasen, braucht man ein eigenes Formel-1-Auto.

01.05.2014 Dirk Johae Powered by

Der einsame König des Oldtimer Grand Prix von Monaco heißt weder Graham, Ayrton, Alain oder Michael sondern Duncan: Der Familienname des elfmaligen Rekordsiegers heißt Dayton. Kein anderer Rennfahrer stand häufiger auf dem Siegerpodest unter der Fürstenlogo als der US-Amerikaner.

Elf Monaco-Siege

Duncan wer?   Motorsportinsidern ist der bullig wirkende 55-Jährige aus dem US-Bundestaat Conneticut ein Begriff: Er ist der Chef des Highcroft-Rennteams, das in den USA mehrere Meisterschaften mit Le Mans-Prototypen und zuletzt mit dem Einsatz des Nissan Deltawing für Aufsehen sorgte.  Dayton, im bürgerlichen Leben Architekt und Projektentwickler, steuert selbst historische Formel-1-Autos wie einen Lotus 16-Climax von 1960 oder den Brabham BT33-Ford, mit dem Rolf Stommelen 1970 seine erste Formel-1-Saison bestritt.

Der Monoposto mit der Chassisnummer 1 startete als aktuelles Auto gleich zwei Mal beim Grand Prix von Monaco: 1970 mit der deutschen Rennhoffnung Stommelen nur im Training und 1971 mit dem Australier Tim Schenken, der Zehnter wird. Der BT33 ist außerdem der letzte Formel-1-Wagen, den der dreifache Weltmeister Jack Brabham selbst Rennen bestritt. Doch zu Ruhm und Ehre kam der BT33 erst durch Monaco Master Dayton.

Mit 530 PS durch Monte-Carlo

An dem US-Racer führt kein Weg im 3,34 Kilometer langen Leitplankenkanal vorbei: Beim Grand Prix Historique 2012 gewann er das Rennen aus der letzten Startreihe. Ein moderner, aber zugelässsiger Kurzhub-Cosworth mit rund 530 PS sorgt in Daytons Brabham für ausreichend Vortrieb, um das restliche Feld alt aussehen zu lassen.

Ebenso viele PS führt ein englischer Youngster aus, den alle im Rennen der jüngsten Formel -1-Autos des Grand Prix bis Einsatzjahr 1978 jagen: Michael Lyons ist erst 23 Jahre alt und kochte vor zwei Jahren mit dem Hesketh im Regenrennen die versammelte routinierte Konkurrenz ab, und gewann das Hauptrennen in Monte-Carlo mit 50 Sekunden Vorsprung. Lyons erlernte das Rennen fahren in historischen Formel-1-Autos. Auch Vater Frank und Mutter Judy starten in Monaco.

Frank Stippler startet

Noch etwas weiter zurück in die Rennhistorie geht Audi-Werksfahrer Frank Stippler. Der große Fan historischer Rennwagen bestreitet den Grand Prix de Monaco Historique mit dem Maserati 250F „Piccolo“ von 1957. Der Formel-1-Wagen ist der letzte der 250F-Baureihe und wurde als aktueller Rennwagen vom US-Amerikaner Masten Gregory gefahren. Das rund 270 PS starke Auto gehört dem Holländer Jos Koster und wird von Mario Linke in Köln vorbereitet.

Zum zweiten Mal bestreitet ein ehemaliger Le Mans-Sieger den Grand Prix de Monaco: Paolo Barilla bestreitet das Formel -3-Rennen in einem Martini Mk34-Alfa Romeo von 1981, mit dem der Sproß der Nudeldynastie als Nachwuchspilot startete. Vor zwei Jahren wurde Barilla in Monaco im hart umkämpften Rennen Dritter. Der 52-jährige Manager, der in der Geschäftsführung des Familienunternehmens arbeitet gewann 1985 im Joest-Porsche 956B an der Seite von Klaus Ludwig und „John Winter“ (Louis Krages) das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

9. GP de Monaco Historique

  • 9. bis 11. Mai 2014
  • Eintrittspreise:
    Wochenende (Sa./So.) 45 Euro
    Samstag: 20 Euro
    Sonntag: 35 Euro
    Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zahlen in Begleitung eines Erwachsenen keinen Eintritt, benötigen aber eine Eintrittskarte.
    Hinweis: Die Preise sind für alle Plätze gleich, Sie müssen sich aber für einen Bereich entscheiden. Wir empfehlen die Tribüne am Schwimmbad, weil man dort den besten Überblick hat. Die Karten kann man auch an den Ticketkassen vor Ort kaufen.

Motor Klassik-Tipp

Sie waren noch nie in Monaco, oder zumindest noch nicht bei einem Rennen? Der Grand Prix de Monaco Historique ist der ultimative Tipp, um Rennatmosphäre des traditionsreichen Straßenkurses  zu schnuppern. Die Eintrittspreise sind sehr moderat. Nutzen Sie die Reise aber auch, um sich Monaco anzuschauen. Es gibt viel zu sehen: Das fürstliche Automuseum, der Palast, das Ozeanografische Museum und der exotische Garten (Jardin Exotique) zum Beispiel sind sehenswert. Ein Wermutstropfen: Rennbesucher haben keinen Zutritt zum Fahrerlager.

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