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Griechenland-Reise

Toyota Land Cruiser-Abenteuer in Griechenland

Foto: Monika Neiheisser 11 Bilder

Fahren abseits des Asphalts ist in Griechenland noch ein echtes Abenteuer. Auf der Suche nach neuen Routen zwischen malerischen Buchten und mythischen Städten

13.11.2008 Monica Neiheisser

Die Schotterpiste endet vor verschlossenen Toren. Kein Platz zum Wenden. Also fahren die Geländewagen im Rückwärtsgang den schmalen Pfad zurück. Auf Erkundungstouren durch Griechenland gehören Sackgassen zum Tagesgeschäft. Da hilft auch kein GPS-Gerät, wie es Reiseveranstalter Frank Horst in seinen Toyota Landcruiser eingebaut hat. Selbst genaues Kartenmaterial ist Mangelware. Während der Fährüberfahrt von Ancona nach Igoumenitsa hat Frank mit seinen Helfern die geplante Route besprochen. Als sie endlich Boden unter die Räder nehmen, fliegen die Straßenschilder in griechischer und lateinischer Schrift vorbei.

Das Ziel ist eine dünn eingezeichnete Linie auf der Landkarte, doch die dort erhoffte Offroad-Strecke entpuppt sich als frisch geteerte Asphaltstraße. Erst kurz vor der Vikos-Schlucht beginnt die erste Schotterpiste. Auf einer Länge von zehn Kilometern führt sie durch die laut Guinness-Buch tiefste Schlucht der Welt. Der Schnee auf den knapp 2.500 Meter hohen Gipfeln des Pindos-Gebirges überrascht das Erkundungs-Team, die Kälte treibt es weiter gen Süden. Am Fuße der Felsen mit den berühmten Metéora-Klöstern schlagen die Teilnehmer schließlich ihr Camp auf.

Früh geht es los

Denn wer vor den Buskarawanen unterwegs ist, kann die Ruhe und Spiritualität dieser Refugien spüren und verstehen, warum sich Mönche auf der Suche nach göttlicher Erleuchtung gerade hier niedergelassen haben. Beim Aufstieg zum Kloster Varlaám sind 192 Stufen zu erklimmen, doch die Anstrengung wird mit einem unvergesslichen Ausblick belohnt. Wieder auf der Bundesstraße E 65 Richtung Lamia, lernen Frank und seine Freunde die griechische Fahrweise kennen: Überholt wird auch bei durchgezogenen Linien, Verkehrsregeln werden großzügig ausgelegt. Doch man kann ja nicht nur abseits des Asphalts fahren.

Nach Angaben griechischer Geländewagen-Freunde soll der Golf von Korinth ein Paradies zum Offroadfahren sein. Bei Itea, südlich von Delphi, setzt Frank einen Wegpunkt im GPS. Eine dünne weiße Straße in der Landkarte führt nach Kirra und weiter durch die Berge. Begleiter Heinrich Kienzle erspäht eine Schotterpiste zum Meer. Wenige Minuten später setzt Frank wieder einen Wegpunkt - an einem einsamen Kiesstrand in der Bucht von Itea.

Das Bad im angenehm warmen Meer krönt den Tag

Über Offroad-Pfade will das Team zum Orakel von Delphi gelangen. Eine neu angelegte Piste in roter Erde führt von Itea Richtung Delphi, auf der die Offroader eine Staubfahne durch die Bergwelt ziehen. Die Piste wird undeutlicher, der Pfad führt durch Wiesen. Verunsichert fragt Frank bei einer Bäuerin nach. "Ja, das ist der Weg nach Delphi." Der Pfad wird aber immer kleiner und in der Mitte verwuchert. Erneut kommen Zweifel auf. Zu Recht, wie die nächste Befragung eines Einheimischen ergibt. Also zurück. Frank löscht den Wegpunkt. Er gibt auf, und die Gruppe fährt über Asphalt zu einer der berühmtesten Kultstätten Griechenlands.

Delphi beeindruckt durch seine exponierte Lage in der einzigartigen Bergwelt. Besucherscharen drücken sich durch die Gänge. Stille sucht man vergeblich, und so zieht es das Erkundungs-Team zurück in die Einsamkeit. Ein steiler Schotterpfad führt zu einer schmucken Felsbucht am Meer. Die Strecke hat nur einen Schönheitsfehler: Es passen nicht alle drei Geländewagen zwischen den Felsen hindurch. Also Rückwärtsgang, Blick in die Außenspiegel und zurück, Kehre um Kehre. Frank versucht, Ruhe zu bewahren, doch auch dem Offroad-Profi steht der Schweiß auf der Stirn. Wieder löscht er einen Wegpunkt. Ein steiler Pfad zieht sich durch Pinienwälder, würziger Duft dringt in den Fahrgastraum. Unwirklich glitzert das Meer plötzlich durch die Bäume, Felsen türmen sich auf.

Geschlafen wird auf dem Boden oder auf dem Dach

Die Gruppe erreicht die Bucht von Alkionidon, wo das Meer in allen Blau- und Türkisschattierungen schimmert. Endlich ein Wegpunkt, der bleiben kann. Frank bockt den Toyota mit ein paar Steinen unter einem Reifen auf. Die Teilnehmer schlafen am Boden oder auf dem Dach - wildes Campen wird in der Nebensaison geduldet. Am frühen Morgen spiegelt sich der noch satt leuchtende Vollmond im seichten Wasser, bis er von fast geräuschlos vorbeiziehenden Fischerbooten filetiert wird. Frank will zum Golf von Korinth. Es folgen nur Wege und Ortsnamen auf Schildern, die auf den vier Landkarten nicht verzeichnet sind. So wird nach Himmelsrichtung und Gefühl gefahren. Es funktioniert. In beschaulicher Geschwindigkeit lotsen wendige Boote die großen Schiffe durch den Kanal. Fast zehn Jahre dauerte es, bis das Bauwerk Ende des 19. Jahrhunderts fertig war.

Auf dem Peleponnes angekommen, suchen wir auf Mani vergeblich asphaltfreie Pisten. Pioniergeist ist erst wieder im linken Zipfel des Eilands gefragt. Fahrtechnisch einfache Wege führen uns durch Zypressenwälder und Olivenhaine, die mit Mohnblumen und Gänseblümchen ein farbenfrohes Bild liefern.

Spannende Fahrt durchs Wegelabyrinth

Spannend ist die Fahrt durchs Wegelabyrinth auf der Suche nach dem Meer. Wir stehen wiederholt vor verschlossenen Toren oder pirschen auf Pfaden, die in der Natur enden. Christa Kienzle, die Frank mit ihrem Mann Heinrich begleitet, guckt plötzlich nicht mehr aus dem Fenster. Es geht über einen kehrenreichen, abschüssigen Geröllpfad, der kaum breiter als das Fahrzeug ist, Richtung Meer. Rechts bröselt der Boden am Abgrund, geradeaus verschmilzt das Blau des Meeres mit dem Himmel. Links lösen sich erste Gesteinsbrocken von der Felswand. Frank hat auf Allradantrieb umgeschaltet und die Untersetzung eingelegt. Jegliches Gespräch verstummt.

Ein Ausrutscher bedeutet den direkten Absturz ins Meer. Christa atmet auf, als endlich der Strand mit Blick auf die Insel Venétiko erreicht ist. Jetzt kann auch sie die landschaftliche Schönheit und Einsamkeit genießen. In Patras hat Frank schließlich all seine Wegpunkte gesetzt. Erkundungstour heißt nicht nur, vor verschlossenen Toren zu stehen. Es bedeutet auch: Spürsinn und Flexibilität entwickeln, Mut zum Unbekannten haben und ein ganz besonderes Abenteuer erleben. Das Ergebnis nennt sich später im Reiseprogramm "Auf den Spuren des Zeus".

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