Eben waren sie noch aktuell und im Rampenlicht, jetzt zählen sie schon zum alten Eisen. Die Rede ist von Auslaufmodellen. Sobald der Nachfolger in den Startlöchern steht, lässt sich der Vorgänger nur noch mit hohen Abschlägen verkaufen. Das ist ein altes Marktgesetz, für das es vor allem zurzeit wieder reichlich Belege im Handel gibt.
Citroen C3: Nachlassbereitschaft bei Auslaufmodellen liegt bei 35 Prozent
Die Restbestände des Exoten Chevrolet HHR zum Beispiel werden momentan mit Rabatten von bis zu 41 Prozent veräußert, stellten die Marktbeobachter von Carplus fest. Nicht weniger interessant erscheinen die Angebote für den Citroën C3, dessen Nachfolger im Herbst auf der IAA 2009 präsentiert wird. Die Nachlassbereitschaft liegt im Handel derzeit bei rund 35 Prozent, was je nach Ausstattung und Motorisierung bis zu 7.200 Euro ausmachen kann.
Attraktive Gesamtpaket für Auslaufmodelle
Auch beim kurz vor der Ablösung stehenden Opel Astra zeigen sich die Autohäuser spendabel. Bis zu 20 Prozent sind drin, und es könnte in den nächsten Wochen sogar noch mehr sein, wie es zum Beispiel im letzten Jahr beim abgelösten Opel Vectra der Fall war. Da stieg der Nachlass von 16 auf zum Schluss 27 Prozent. Bei solchen Rabatten arbeiten die Händler häufig mit Tageszulassungen, andere wiederum setzen auf Sondermodelle. Aber auch Sonderfinanzierungen sind oft bei den Auslaufmodellen an der Tagesordnung. Nicht selten dreht es sich um günstige Leasingangebote oder Drei-Wege-Kredite, die dazu mit verschiedenen Serviceleistungen kombiniert werden. Auch das kann sich lohnen. Ford etwa bietet die Flatrate-Aktion beim alten Ford C-Max an. Der Kunde leistet keine Anzahlung, muss sich 48 Monate nicht um Wartungskosten oder Garantiefragen sorgen und kann dieses Paket bereits für 276 Euro pro Monat bekommen.
Auslaufmodell lohnt sich meist nur, wenn man das Auto lange nutzt
Schnäppchenjäger dürften sich über solch lukrative Angebote freuen. Aber der Preis ist nicht das einzige Argument für den Kauf eines Auslaufmodells. Schließlich gibt es bei diesen Neuwagen wenig Grund zum Klagen, da sie im Laufe ihres Produktzyklus die Kinderkrankheiten abgelegt haben. Allerdings ist der Wertverlust zu berücksichtigen, er dürfte höher ausfallen als beim Nachfolger. Inwieweit der Preisvorteil vom Wertverlust aufgezehrt wird, ist unter anderem davon abhängig, wie lange das Auto im Besitz des Käufers bleibt. Wer sich bereits nach zwei bis drei Jahren neu orientiert, vernichtet einen erheblichen Teil der Ersparnis, die beim Kauf des Auslaufmodells erzielt wurde.





