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Gumpert mit Neustart

Neuer Name, neuer Apollo

Apollo Automobil GmbH - Arrow- Genfer Autosalon 2016 Foto: Guido ten Brink/SB-Medien 20 Bilder

Die deutsche Sportwagenmanufaktur Gumpert hat einen neuen Besitzer. Unter dem chinesischen Konsortium Ideal Team Venture soll ein neuer Apollo aufgebaut werden, der bereits zu Testfahrten auf die Nordschleife und nach Hockenheim ausrückte. Seine Premiere feiert der neu aufgebaute Apollo auf dem Genfer Autosalon 2016.

03.03.2016 Andreas Haupt Powered by

Gute Nachrichten für alle Fans von Gumpert. Mit dem angeschlagenen Sportwagenbauer geht es wohl bald wieder aufwärts. Das chinesische Konsortium Ideal Team Venture hat die Sportwagenmanufaktur zu Jahresbeginn übernommen. Ideal Team Venture hatte bereits in der ersten Jahreshälfte 2015 für Schlagzeilen gesorgt, als man den italienischen Sportwagenbauer de Tomaso aufgekauft hatte.

Apollo Arrow mit 1.000 PS

Mit dem Besitzerwechsel bekommt Gumpert auch einen neuen Namen. Das Unternehmen heißt fortan Apollo Automobil GmbH. Der neue Name soll auch Programm sein. Unter dem Codenamen "Arrow" (Pfeil) hat Ideal Team Venture einen neuen Apollo aufbauen lassen. Zur Erinnerung: Der Gumpert Apollo wurde von 2005 bis 2013 produziert und wird von einem 4,2-Liter-V8-Turbo angetrieben. Im Supertest von sport auto (Ausgabe 11/2009) umrundete die 700-PS-Version die Nürburgring-Nordschleife in 7:24 Minuten (Artikel). Bis heute hat nur der Porsche 918 Spyder diese Marke unterboten.

Details zur Spezifikation des neuen Apollo Arrow gab es erst zur Premiere in Genf. Der Neue streckt sich auf 4,98 Meter in die Länge, ist 1,99 Meter breit und 1,22 Meter hoch. Das Trockengewicht soll bei 1.300 kg liegen. Das Rückgrat des Arrow bilden ein stählerner Gitterrohrrahmen mit einer Fahrgastzelle aus Kevlar-Carbon. Hinter den beiden Passagieren macht sich ein Vierliter-V8-Biturbomotor mit Trockensumpfschmierung breit, der es auf 1.000 PS und 1.000 Nm Drehmoment bringen soll. Gangwechsel obliegen einer sequenziellen 7-Gang-Schaltung. Die Traktion optimiert ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse, optional gibt es eine Launchcontrol.

Den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Arrow in 2,9 Sekunden absolvieren, die 200 km/h-Marke wird nach 8,8 Sekunden geknackt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 360 km/h.

Das in Zug- und Druckstufe einstellbare Pushrod-Fahrwerk lässt sich auch in der Höhe einstellen. Ein zusätzliches Liftsystem hilft beim Überwinden von kleineren Hindernissen. Die Stopper kommen von AP Racing und warten mit Sechskolbenzangen und rundum 378er Scheiben auf. Den Fahrbahnkontakt halten vorne 20-Zoll-Felgen mit 265/35er Pneus. Hinten drehen sich 21 Zöller mit 325/30er Reifen.

Beim Design setzt der Apollo Arrow auf maximalen Abtrieb. Dazu trägt die zerklüftete Kohlefaserkarosserie viele Durchbrüche, Luftleitelemente und am Heck einen großen feststehenden Spoiler sowie einen mächtigen Diffusor.

Gescheiterte Combackversuche

Die Wiederbelebung des Apollo besiegelt wohl das endgültige Ende des Expolsion. Der Sportwagen mit Zweiliter-Vierzylinder und 420 PS debütierte in Genf 2014. Er sollte gewissermaßen der Sportwagen für Gumperts Comeback werden, nachdem das Unternehmen im Sommer 2013 Insolvenz anmeldete. Zur Serienfertigung kam es allerdings nie. Zwischendurch machten auch Gerüchte die Runde, dass Gumpert die Studie Tornante auf den Markt bringen könnte. Wieder eine Niete. Jetzt soll es mit dem Neuanfang aber klappen.

Auch der alte Chef Roland Gumpert hält die Füße wohl nicht still. Wie GT Spirit vermeldete, arbeitet der ehemalige Audi-Ingenieur zusammen mit Reiter Engineering und JAS Motorsport an einem neuen Supersportwagen. Das Ziel: ein neuer Rekord auf der Nordschleife. Ob Gumpert auch noch in das Apollo-Projekt involviert ist, ist unbekannt.

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