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GP China

Hamilton baut WM-Vorsprung mit Sieg in China aus

Foto: dpa 60 Bilder

WM-Leader Lewis Hamilton konnte sich beim Großen Preis von China in Shanghai über ein nahezu perfektes Rennwochenende freuen: Pole Position, Rennsieg und schnellste Rennrunde - besser geht es nicht. Ferrari hatte nicht den Hauch einer Chance, den WM-Leader im Rennen unter Druck zu setzen.

19.10.2008 Marcus Schurig Powered by

Hamilton konnte die beiden Ferrari-Piloten beim Start in die erste Kurve mühelos ausbeschleunigen und kontrollierte fortan das extrem langweilige und ereignisarme Rennen ohne ersichtliche Mühe. Der Brite hat vor dem Saisonfinale in Brasilien nun sieben Punkte Vorsprung auf seinen härtesten WM-Widersacher, Ferrari-Pilot Felipe Massa: "Das war ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung WM-Titel", freute sich der Brite nach seinem Triumph in Shanghai.

Der beste Start in diesem Jahr

"Das Team hat einen phänomenal guten Job gemacht", lobte Hamilton. "Das Auto war sehr gut zu fahren. Ich hatte einen ausgezeichneten Start, wohl einer der besten in diesem Jahr. Danach war ich in der Lage, den Vorsprung peu á peu auszubauen. Nach dem zweiten Stopp konnte ich den Vorsprung dann kontrollieren und schonte fortan nur noch die Reifen und den Motor."

Die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa kämpften mit stumpfen Waffen und konnten die Pace des WM-Führenden nie mitgehen. 2Hamilton war zu Rennbeginn konstant zwei bis drei Zehntel schneller als wir," räumte Massa ein. "Wir fuhren am Limit, konnten aber nie auf Hamilton aufholen." Der Brasilianer beklagte schon beim Start zu viel Wheelspin und haderte zudem mit den Reifen: "Die weichen Reifen waren okay, auf den harten Reifen hatten wir nie genügend Haftung." Trotzdem will Massa im WM-Kampf nicht die Flinte ins Korn werfen: "Natürlich sind wir für Brasilien in einer schwierigen Position. Aber in diesem Sport kann viel passieren, das haben wir letztes Jahr beim Saisonfinale gesehen. Also werden wir nicht aufgeben, zumal wir in einer guten Ausgangsposition in der Hersteller-WM sind."

Ferrari ließ seine Piloten in Runde 49 die Positionen tauschen, und zwar auf sehr offensichtliche Weise: Hamilton fuhr zwei Sekunden langsamer um Massa auf Platz zwei zu lotsen, der ihn unspektakulär auf der Start-Zielgerade überholte. Laut FIA-Regeln ist Teamorder eigentlich untersagt. Kimi Räikkönen fand das Procedere dagegen völlig normal: 2Wir machten, was das Team brauchte, daher wechselten wir die Positionen. Das ist Racing, ich fuhr für das Team." Auch Räikkönen sah im Rennen kein Land gegen Hamilton, obwohl er sich bemühte: "Nach dem zweiten Stopp bin ich drei Mal in Verkehr geraten, das hat viel Zeit gekostet. Aber ehrlich: wir hatten heute keine Chance. Ich brauchte allein nach dem Start drei Runden, um Haftung in die Reifen zu bekommen. Das Auto fühlte sich gut an, aber wir waren einfach ein paar Zehntel pro Runde langsamer als Hamilton."

Renault ist klar schneller als BMW

Renault konnte die Erfolgssträhne der letzten Rennen fortsetzen: Fernando Alonso kam auf Platz vier und war damit bester Nicht-McLaren und Nicht-Ferrari: "Das war das beste erreichbare Resultat", so Alonso nach dem Rennen. "Wir hatten eine gute Renn-Pace, die nicht weit von den Ferrari entfernt war. Zudem konnten wir hier den vierten Platz in der Hersteller-Wertung sicherstellen, auch das ist sehr erfreulich. Und wir sind mittlerweile klar schneller als die BMW."

Die BMW-Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica konnten sich im Rennen immerhin von den Startplätzen neun und elf nach vorne arbeiten und kamen auf Platz fünf und sechs hinter Fernando Alonso ins Ziel. Heidfeld gewann seine Positionen durch einen ausgezeichneten Start, Kubica kam ebenfalls gut weg und gewann eine weitere Position durch einen spät gesetzten Tankstopp. BMW-Sauber-Technikdirektor Willy Rampf fasste es lakonisch so zusammen: "Eigentlich hätte man das Buch dieses Shanghai-Rennens nach sechs Runden schließen können."

Glock hatte den meisten Sprit von allen Piloten an Bord

Toyota-Pilot Timo Glock konnte sich vom 12. Startplatz bis in die Punkteränge auf Platz sieben nach vorne arbeiten - dank einer klug umgesetzten Einstoppstrategie: "Ich hatte den meisten Sprit von allen Piloten an Bord und stoppte erst in Runde 32", so Glock nach dem Rennen. "Dank der Strategie haben wir das Maximum herausgeholt. Am Ende des ersten Stints hatte ich ein leichtes Auto, konnte das aber nicht in schnelle Rundenzeiten umsetzen, weil Heidfeld nach seinem Stopp genau vor mir auf die Strecke zurückkam. Das hat mich unter Umständen sogar noch einen besseren Platz gekostet."

Nicht alle deutschen Piloten schafften es in die Punkteränge: ToroRosso-Pilot Sebastian Vettel kam auf Rang neun ins Ziel: "Ich hatte einen vernünftigen Start, allerdings hat mich Heidfeld auf der Außenspur kassiert. Der erste Stint verlief sauber, doch beim ersten Boxenstopp hatten wir ein Problem mit dem vorderen linken Rad. Das hat mich wohl einen Platz in den Punkterängen gekostet." Williams-Pilot Nico Rosberg setzte auf eine riskante Boxenstoppstrategie in der Hoffnung, dass ihn eine Safety-Car-Phase nach vorne spülen würde. "Aber der Gamble ist leider nicht aufgegangen." Force-India-Pilot Adrian Sutil schied nach 13 Runden vorzeitig mit einem Getriebeschaden aus.

GP China: Ergebnis Rennen

GP China: Startaufstellung
GP China: Ergebnis Qualifikation


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