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Handys sollen Staumelder werden

Foto: dpa

Der Verkehrsservice TMCpro will künftig auch mit Hilfe von Mobilfunkdaten vor Staus warnen. Dazu will der Dienst die Bewegungsprofile von mehr als 17 Millionen Handys auswerten, wie die Betreiberfirma T-Systems Traffic in Bonn mitteilt.

31.10.2008

Autofahrer sollen so nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf Bundes- und Landstraßen über die Verkehrsbehinderungen informiert werden.

Als Grundlage dient die Technologie "Floating Phone Data". Dabei werden den Angaben zufolge beim Durchqueren einer Funkzelle die anonymisierten An- und Abmeldevorgänge der einzelnen Mobiltelefone analysiert und die Daten mit dem Straßennetz abgeglichen. Auf diese Weise lieferten sie "ein Abbild des aktuellen Verkehrsflusses". Vor dem Übermitteln an die Navigationsgeräte würden die Daten mit denen herkömmlicher Quellen wie Brückensensoren, Induktionsschleifen oder Landesmeldestellen abgeglichen.

Wegen der großen Datenmenge lasse sich die neue Generation des TMCpro-Dienstes jedoch nicht in vollem Umfang über den bislang genutzten TMC-Kanal des FM-Radiosignals RDS übertragen, heißt es. Digitale Übertragungskanäle für Radio und Mobilfunk böten aber genug Bandbreite. Bei den sogenannten Connected Devices, einer neuen Generation von Navis, übernimmt eine eingebaute SIM-Karte das Senden und Empfangen der TMCpro-Daten per GPRS. Die ersten Geräte, die die neue Technologie verarbeiten können, sollen laut T-Systems Traffic im ersten Quartal 2009 auf den Markt kommen.

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