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Heidfeld setzt BMW unter Druck

Foto: dpa 62 Bilder

Nach dem dritten starken Auftritt in Folge drängt der Nummer 1-Fahrerder Weißblauen auf eine Vertragsverlängerung. Doch sein Sportchef spielt nach wie vor auf Zeit.

16.04.2007 Powered by

Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte: "Gutes Manöver. Kompliment", über den Mann, den er lange gefördert hat, und den er doch nie beim eigenen Formel 1-Team unterbrachte. "Er ist ein gutes Rennen gefahren. Er ist einer der guten Fahrer", sagte Fernando Alonso über NickHeidfeld.

Gemessen an seinen sonst eher knappen Aussagen, war Nick Heidfelds erste Analyse des Großen Preises von Bahrain schon so etwas wie eine verbale Eruption: "Es hat noch ein bisschen mehr Spaß gemacht als das letzte Rennen. Es ist auch schön, jetzt ein Auto zu haben, mit dem man da vorne kämpfen kann, und das Spektakulärste war natürlich das Überholmanöver. Ich habe innerlich gejubelt. Ich hätte am liebsten schreien mögen und die Hände vom Steuer genommen. Aber ich musste noch ein paar Runden fahren. Es war der speziellste und schönste Moment für mich in der Formel 1. Es war befriedigender für mich, Alonso zu überholen als jemanden anderen. Mein Vorteil war, dass ich
mir zwei Satz neue Reifen aufgehoben hatte."

Mario Theissen: "Sage nichts"

Lieber schweigen möchte dagegen Sportchef Mario Theissen. Durch die konstant starken Leistungen seines Nummer 1-Piloten gerät der BMW-Häuptling immer mehr in Erklärungsnot, warum er Heidfeld nicht längst ein Angebot für eine Vertragsverlängerung gemacht hat. "Ich werde in nächster Zeit nichts mehr dazu sagen", sagt Theissen, der mit Robert Kubica und Sebastian Vettel gleich zwei jüngere Eisen im Feuer schmiedet.

Umso gesprächiger ist der Mann des Rennens in Bahrain. Nick Heidfeld macht keinen Hehl daraus, dass er gerne auch über das Jahr 2007 hinaus bei BMW fahren würde. "Das ist
de facto eine schöne, geile Zeit und ich habe so viel Spaß wie noch nie. Ich würde mir einen guten Vertrag geben, und ich wüsste, ich würde ihn annehmen", winkt Heidfeld seinem Vorgesetzten mit dem Zaunpfahl.

Nick Heidfeld: Unter Druck am stärksten

Die Frage ist, ob es überhaupt in Theissens Interesse liegt, Heidfeld frühzeitig einen Stammplatz für die kommenden Jahre anzubieten. Der oft als unscheinbar verschrieene Mönchengladbacher scheint immer dann Höchstleistungen zu vollbringen, wenn er unter großem Druck steht.

Sowohl Heidfeld als auch Theissen wissen aber, dass die drei vierten Plätze zum Saisonbeginn nicht nur der Brillianz des Fahrers zu verdanken sind. Das Team hat sich klarer gesteigert als jeder andere Rennstall seit Saisonbeginn.

Rückstand in jedem Rennen halbiert

Lag der Rückstand von Nick Heidfeld beim GP Australien im Ziel noch bei 38,7 Sekunden, waren es in Malaysia noch 33,7 und in Bahrain berade 13,8 Sekunden. Auf einer schnellen Runde ist der Aufwärtstrend noch klarer erkennbar: Robert Kubicas schnellste Runde in Melbourne lag 1,4 Sekunden hinter der Spitze, in Sepang lag Nick Heidfeld als schnellster BMW-Mann nur noch 0,7 Sekunden zurück, in Bahrain schließlich trennten Heidfeld nur noch vier Zehntel pro Runde von der Bestmarke.

So war denn auch MarioTheissen besonders über das Ergebnis in Bahrain ergriffen: "Das war ein spezieller vierter Platz. Wir sind das Tempo der Spitze mitgegangen. Es hat mich selbst überrascht." Auch wenn Theissen nicht wie ein Jean Todt seinem Angestellten vor Begeisterung in die Arme fällt, ist der Auftritt von Nick Heidfeld gegen Fernando Alonso nicht spurlos am BMW-Sportchef vorübergegangen: "Das war ein ziemlich feierlicher Moment fürs Team", sagte er nach der Zieldurchfahrt.

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