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Richtig schnell und ab 2015 schon Oldtimer

Heiße 80er-Jahre-Sportler mit H-Kennzeichen

H-Kennzeichen 2015: Ferrari 328 Foto: Ferrari 74 Bilder

2015 ist ein gutes Jahr für Fans von Oldtimern und Sportwagen - denn dann bekommen viele heiße Sportler das H-Kennzeichen. Wir zeigen die Neu-Oldies von Ferrari, Porsche, BMW, Lancia und Lamborghini. Dank dem H-Kennzeichen sind sie dann deutlich günstiger unterwegs. Im Einkauf sind manche von ihnen ohnehin noch echte Schnäppchen.

14.02.2015 Kai Klauder Powered by

1985 ist ein gutes Jahr für alle Motorsportfans: Ayrton Senna gewinnt sein erstes Formel 1-Rennen in Portugal und der aktuelle Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton sowie sein Teamkollege und härtester Rivale Nico Rosberg werden geboren.

Im Radio laufen die Hits "Life is Life" von Opus, das Video zu "Take on me" von a-ha sorgt für Begeisterung und Falco stürmt mit "Rock me Amadeus" an die Spitze der Charts. Dieter Bohlen bringt dagegen Musikliebhaber zum Weinen - mit Schmonzetten wie "You're my heart, you are my soul" sowie "Cheri, Cheri, Lady" als Kopf des Duos "Modern Talking". Besonders passend: der Titel "You can win if You want", denn Modern Talking räumte die Charts ab und Bohlen konnte sich mit Sportwagen wie dem Ferrari Testarossa zeigen. Duran Duran hat mit "Wild Boys" ebenfalls einen passenden Song für die Autobranche im Repertoire, denn 1985 kommen echt heiße Sportwagen auf den Markt - die ab 2015 reif werden fürs H-Kennzeichen.

Porsche 944 Turbo macht dicke Backen - und Druck auf den 911

Allen voran der perfekt in die 80er passende Porsche 944 Turbo. Zu Haargel, Poppern und Yuppies, zu der Computerisierung der Welt, dem Privatfernsehen und zu "Gib Gas - ich will Spaß" - mit dicken Backen und einer kräftigen Leistungsspritze macht das neue Topmodell der Vierzylinder-Baureihe hausintern dem 911 Konkurrenz. Teile der Unternehmensführung glauben immer noch, dass das moderne Frontmotor-Konzept dem Käfer-Verwandten Elfer das Wasser abgraben könne.

Die Anlagen stimmen: Der druckvolle 220 PS-Vierzylinder mit maximal 330 Nm beschleunigt den 944 Turbo in rund 6 Sekunden auf Tempo 100 und auf bis zu 250 km/h - fast identische Werte wie beim 911 Carrera 3.2. Selbstbewusst waren die Preise des aufgeladenen 944: Mit 72.500 Mark ist er rund 4.000 Mark teurer als sein Heck-Boxer-Markenkollege 911 Carrera 3.2 Coupé mit 68.560 Mark. Im Vergleich zum 930 Turbo allerdings immer noch ein Sonderangebot - der kostet etwa das Doppelte.

Auch im Jahr 30 nach Erscheinen des Porsche 944 Turbo sind die Preise weit vom 911er entfernt: Wenn 2015 die ersten Exemplare ein H-Kennzeichen tragen dürfen, werden die 944 Turbo im Zustand 2 rund 12.500 Euro kosten. Schon ab etwa 5.000 Euro gibt es mäßige Fahrzeuge - so günstig kann Porsche kaufen sein.

Der M1 für Papas - BMW bringt ersten M5

Ganz anders tritt der neue Traumwagen aller Papas auf, der BMW M5. Am liebsten ganz in schwarz ist der elegante E28-5er ein dezenter Supersportler für 5 Passagiere. Denn sein Herz ist ein Jahrhundert-Triebwerk: der M88, ein 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit Vierventilkopf, besser bekannt aus dem BMW M1. Im M5 trägt er die Bezeichnung M88/3 und hat sogar 9 PS mehr als im zweisitzigen Mittelmotorsportler.

Der erste BMW M5 wird bei der M GmbH in Handarbeit konfektioniert. Von einem schnöden 518 ist er nur vom Kennerauge anhand seiner leichten Radlaufverbreiterungen, größeren Rad-Reifen-Kombinationen sowie den zurückhaltenden Spoilern erkennbar. Das M-Logo wird von vielen Besitzern zudem entfernt, um den Eindruck einer normalen Limousine zu erwecken.

Doch wenn der Reihensechser angelassen wurde, heult der Wolf unter seinem Schafspelz hervor: In 6,5 Sekunden ist er auf 100, erst bei 245 km/h ist Ende - da kommen selbst Sportwagen kaum mit. Der Neupreis lag 1985 bei 81.000 Mark, doch die meisten M5 waren deutlich teurer, denn die Serienausstattung war mager. Oft dürften mehr als 100.000 Mark über den Münchner Kassentisch gegangen sein. Heute sind Zustand 2-M5 für etwa 28.000 Euro zu bekommen. Ab 2015 sinken die Unterhaltskosten, denn das H-Kennzeichen darf an die ersten Exemplare montiert werden.

Ferrari kommt 1985 mit drei Neuheiten

Ferrari stellt 1985 gleich drei neue Modelle vor: den 328 für alle Magnum-Fans, den es als GTB (Berlinetta) und GTS (Spider) gibt und der den Erfolg des Bestsellers 308 weiterführen soll. Dann den Mondial, der den 3,2-Liter-V8 des 328 bekommt und den 412 als luxuriösen Viersitzer.

Der Ferrari 412 ist die vierte Generation der 400er-Reihe und wird von einem 340 PS starken V12 auf bis zu 250 km/h gewuchtet. Bei einem Leergewicht von 1.900 kg strahlt das erstmals in einem Ferrari serienmäßig verbaute ABS eine beruhigende Wirkung aus. Die ersten Exemplare dürfen ab 2015 ein H-Kennzeichen tragen, für ein Zustand 2-Exemplar sind rund 50.000 Euro fällig.

In der gleichen Preisliga spielt der Ferrari 328 GTB, die Spider-Version liegt rund 8.000 Euro darüber. Deutlich günstiger ist ein Mondial auf dem Markt zu bekommen. Er gilt mit rund 30.000 Euro als der günstigste Ferrari, der zudem ab nächstem Jahr mit einem H-Kennzeichen geadelt werden kann.

Lambo-Keil und Lancia Delta-Bolide

Im supersportlichen Bereich spielt 1985 auch Lamborghini mit der neuesten Version des seit 1974 gebauten Countach eine bedeutende Rolle. Ab 1985 kommt die Vierventiler-Variante des V12 auf den Markt, der Lambo trägt den etwas sperrigen Namen Countach LP5000S QV (Quattrovalvole). Dank der nun 455 PS spurtet der Keil in weniger als 5 s auf Tempo 100 und kapituliert mit 295 km/h nur knapp vor der 300er-Marke.

Als Homologationsmodell baut Lancia 1985 den Delta S4 Stradale - nur rund 200 Exemplare entstanden, der Aufwand war unglaublich: Statt des normalen Delta-Layouts besitzt die heiße Rallye-Straßenversion einen Gitterrohrrahmen mit riesigen klappbaren Front- und Heckverkleidungen - und einen Mittelmotor. Das Triebwerk mit 1,75 Litern Hubraum wird von Abarth veredelt und auf eine zivile Leistung von 250 PS gebracht - die Rallyeversionen leisten bis zu 500 PS.

Der Fahrer des Stradale wird mit einem luxuriösen Interieur inklusive Alcantara und Leder umschmeichelt. Sogar Türverkleidungen und Teppiche gibt es in dem Sportgerät. Ein Leichtgewicht entsteht so nicht, doch dank seines 250 PS-Motors deklariert ein Lancia Delta S4 Stradale einen Golf GTI zum Statisten. Heute sind nur noch rund 100 Stradale bekannt, die Preise bewegen sich um 150.000 bis 200.000 Euro.

Citroën bietet mit dem krawallig auftretenden BX 4TC übrigens auch ein Gruppe B-Homologationsauto an. Mehr dazu in der Fotoshow.

Billig in die 200 km/h-Liga

1985 ist ein Jahr der Turbos: Aus Italien steuert Fiat den Uno Turbo i.e. und Autobianchi den - auch als Lancia angebotenen - Y10 Turbo bei. Der Uno Turbo leistet 105 PS und ist die günstigste Eintrittskarte in den 200 km/h-Club. Knapp 19.000 Mark kostet der sportliche Italiener.

Noch günstiger ist der kleine Y10, der immerhin auf 180 km/h kommt - dank nur 780 kg Leergewicht und seinem aufgeladenen 1,1-Liter-Motor mit 85 PS.

Was ist das? - H-Kennzeichen für Klassiker erklärt

Autos, deren Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt und die sich weitestgehend im Originalzustand befinden, können mit einem H-Kennzeichen zugelassen werden. Das Auto darf ohne Einschränkung bewegt werden und wird mit 192 Euro pauschal besteuert. Wer mehrere Oldtimer besitzt, diese aber nicht regelmäßig bewegt, fährt mit der roten 07er-Nummer als Wechselkennzeichen günstiger. Steuer und Versicherung werden nur einmal für das teuerste Auto entrichtet. Allerdings sind nur Probefahrten oder Fahrten zu Clubtreffen oder Oldtimer-Veranstaltungen gestattet.

Wie man ein H-Kennzeichen-Gutachten für seinen Klassiker bekommt, erklären wir hier.

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