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Henrik Fisker Designschau

Der Vater von Z8, DB9 und Karma

BMW Z8 Foto: BMW 52 Bilder

Der Däne Henrik Fisker ist ein umtriebiger Mensch. Er ist Automobilunternehmer, Visionär und vor allem ein überaus renommierter Autodesigner. Eine Werkschau.

23.01.2016 Uli Baumann

Auch wenn Ihnen der Name Henrik Fisker nichts sagt, die Autos aus seiner Feder kennen Sie bestimmt. Der Däne, Jahrgang 1963, arbeitete für BMW, Ford, Aston Martin, Tesla und viel auf eigene Rechnung. Sein Handwerk lernte Fisker am Art Center College of Design in der Schweiz.

Autos faszinierten den Dänen schon von klein auf. Die erste Auto-Inspiration ging vom Saab 95 seines Vaters aus. Die Wahl des ersten eigenen Autos fiel auf einen Alfa Romeo Alfasud, als Designstudent setzte er in Sachen Mobilität dann schon auf einen Alfa GTV6.

Fisker SurfFoto: Fisker
Fisker Surf auf Basis des Karma.

BMW Z8 als Durchbruch, Karma als Herausforderung

1989 tratt Fisker seinen ersten Designjob bei BMW in München an und belohnte sich sofort mit einem M3 (E30). Der Durchbruch für Fisker kam 1997 mit dem BMW Z07 Concept auf der Tokio Motor Show, auf das 1999 dann der Z8 als erster Serien-Fisker folgte. 2001 wechselte er zu Ford und übernahm für die Amerikaner die Designverantwortung bei der Sportwagentochter Aston Martin und rückte auch in deren Vorstand auf. Selbst im DB7 V12 unterwegs zeichnete er für die Briten den DB9 und den Vantage V8 - die beide noch bis heute ihre Spuren im Aston Martin-Programm hinterlassen. Im eigenen Fuhrpark folgten ein Jaguar XKR Cabrio und ein DB9.

2005 dann der Schritt in die Selbständigkeit mit Fisker Coachbuild. In dieser Zeit entstand Modelle wir der Tramonto oder der Latigo, die eigene Garage füllte ein M3 Cabrio (E46). Nebenbei zeichnet Fisker für Artega den GT und hilft bei Tesla aus. Dieser Nebenjob sollt ihm später noch Ärger einbringen. 2007 dann die wohl größte Herausforderung. Die frisch gegründete Fisker Automotive entwickelte den Hybridsportler Karma, während Fisker selbst einen seiner eigenen Tramonto fuhr. 2008 ereilte Fisker eine Klage von Tesla wegen Industriespionage - er habe bei seinem Tesla-Job Know-How für das Karma-Projekt abgezweigt. Der Karma, von dem Fisker noch ein Cabrio und einen Kombi zeichnete, entwickelte sich allerdings nicht zum Verkaufsschlager und das Unternehmen geriet in finanzielle Schieflage. Da half auch das nachgeschobene, günstigere Elektromodell Atlanic nichts. 2012 wurde die Produktion eingestellt. Fisker verkaufte schließlich 2014 an Chinesen, die den Karma 2016 mit BMW-Technik wieder an den Start bringen wollen. In der Privatgarage blieb der Karma, der auf einen Aston Martin Vantage folgte bis 2014 erhalten.

Fisker Viking MotorradFoto: Fisker
Fisker designte auch mit der Viking ein Motorrad.
Henrik Fisker ThunderboltFoto: Henrik Fisker
Fisker Thrunderbolt - hier gab es Ärger mit Aston Martin.

Fisker setzt wieder auch Coachbuild

Nach dem großen Automobilabenteuer Karma verlegte sich Fisker wieder auf seine Designtätigkeit. Mit seiner Firma HF Design zeichnete er für den US-Tuner Galpin den Rocket - der auch den Weg in die eigene Garage fand - und den Rocket Speedster - beide auf Ford Mustang-Basis. Mit dem Thunderbolt schuf er eine Neuinterpretation das Aston Martin Vanquish, was den Briten überhaupt nicht gefiel und mit einer Klage beantwortet wurde. Man einigte sich außergerichtlich.

2016 dann ein weiterer großer Fisker-Aufschlag. Mittlerweile Teilhaber und das F in VLF Automotive zeigt Fisker auf der Detroit Motor Show den Destino V8 sowie das neue Supercar Force 1 V10.

Neben seinen Autoentwürfen hat Fisker aber auch schon Sitzmöbel, Nobeluhren, Motorräder und Yachten gezeichnet. Wir sind schon gespannt, mit welchem Projekt der Däne als nächstes in die Schlagzeilen rutscht. Diverse Projekte mit verschiedenen Herstellern sollen schon in der Pipeline sein.

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