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Hickhack um Rover-Konkurs

Foto: MG Rover 27 Bilder

Der englische Autobauer MG Rover hat am Freitag (8.4.) bestritten, Konkurs angemeldet zu haben. Die britische Industrieministerin Patricia Hewitt hatte dies zuvor mitgeteilt.

08.04.2005

Die Konkursverwalter seien bereits einbestellt worden, sagte sie in einer Pressekonferenz in London. Doch Rover versicherte dem Fernsehsender BBC, es handele sich nicht um Konkursverwalter, sondern nur um Finanzberater. Ein Sprecher der Ministerin sagte am Freitag, ihr Text sei mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Rover, John Towers, abgesprochen gewesen.

Konkursbestätigung von Rover-Aufsichtsrat

Towers habe ihr telefonisch "bestätigt, dass der Vorstand entschieden hat, die Konkursverwalter zu rufen". Tony Woodley, der Generalsekretär der Verkehrs- und Allgemeinen Arbeiter-Gewerkschaft, bestätigte, auch ihm habe Towers gesagt, dass Rover Konkurs angemeldet habe: "Die (von Rover) haben dem Text der Erklärung, die Patricia Hewitt vorgelesen hat, zugestimmt." Ein Rover-Sprecher sagte dagegen, Hewitts Erklärung sei voreilig gewesen.

Die Ministerin erklärte den Konkurs mit dem Scheitern der Übernahmegespräche mit dem chinesischen Staatsbetrieb Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC): "Am Ende hat SAIC deutlich gemacht, dass sie kein Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit von MG Rover habe, und deshalb gab es keine realistischen Aussichten mehr auf eine Einigung." Ein Sprecher von SAIC bestätigte dies der BBC: "Die Forderung von SAIC war, dass MG Rover nachweisen musste, dass es vom Zeitpunkt einer Vertragsunterzeichnung an für zwei Jahre zahlungsfähig war. Diesen Nachweis haben sie aber nicht erbringen können, und deshalb konnten wir keinen Vertrag aushandeln."

Rover wollte von der britischen Regierung einen Überbrückungskredit in Höhe von 100 Millionen Pfund haben, doch Hewitt sagte, einen solchen Kredit hätte sie Rover nur nach Abschluss eines Kooperationsvertrags mit den Chinesen gewähren können. Rover hatte am Donnerstag bereits die Produktion eingestellt. Die ehemalige BMW-Tochter beschäftigt in Birmingham 6.000 Menschen.

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