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VW-US-Chef Hinrich Woebcken im Gespräch

Das macht VW in den USA nach dem Dieselskandal

Hinrich J. Woebcken, President & CEO Volkswagen Group of America Inc. Foto: VW 3 Bilder

Seit April 2016 ist Hinrich Woebcken President & CEO Volkswagen Group of America Inc. Im Gespräch erklärt Woebcken, warum er zu VW gegangen ist und was die Amerikaner von VW halten.

14.09.2016 Gregor Hebermehl
Mit VW Nordamerika übernehmen Sie einen schwierigen Markt – warum tun Sie sich das an?

Woebcken: Ich bin kein klassischer Kamin-Laufbahn-Manager, sondern habe bisher ein sehr buntes Industrie-Berufsleben gehabt – bei Zulieferern, Ausrüstern und Automobilherstellern. Aber die Jobs sind immer sehr funktional. Man ist beispielsweise Entwicklungsvorstand oder Vertriebsvorstand. Der Job bei VW hat mir die Chance gegeben, eine gesamtunternehmerische Verantwortung zu übernehmen. So eine Chance gibt es nicht sehr oft in der Branche. Außerdem: Wenn man in Zeiten einsteigt, in denen es nicht so läuft, hat man die Chance, dass man auch etwas nach vorne bewegen kann.

Was interessiert Sie an VW?

Woebcken: VW ist mit viel Kompetenz und unternehmerischem Mut vorgegangen. Man muss sich mal die Leistung der letzten Jahrzehnte anschauen – aus dem Käfer wurde so eine Marke kreiert. Das ist schon eine große Leistung. In Europa ist VW sehr erfolgreich und sehr nahe am Premium, in China läuft es auch sehr gut, dort ist VW eigentlich der Pionier, der das Land mobilisiert hat. Für Industrieleute ist VW ein faszinierendes Unternehmen.

Weiß der amerikanische Markt VW zu schätzen?

Woebcken: Ich glaube, dass der amerikanische Kunde die deutsche Ingenieurskunst, die perfekte Ausführung und das Design sehr schätzt. Das Produkt-Portfolio war nur nicht entsprechend ausgestattet. Zudem ist es auf dem amerikanischen Markt wichtig, dass die Marke jedes Jahr Produktimpulse bringt. Wir hatten immer wieder Phasen, wo wichtige Produktimpulse nicht gekommen sind. Das ist schädlich für eine Marke und ein Grund dafür, dass es nach einem Aufstieg auch wieder runtergegangen ist. Das VW-Angebot muss auf den amerikanischen Markt zugespitzt werden und es muss Full Line sowie wettbewerbsfähig sein.

Was ist die VW-Markenidee für die nächsten Jahre?

Woebcken: „Fun to drive.” ist ein starkes Element, was weiter bestehen wird. Hinzu kommt in Bezug auf das Design und die Verarbeitung “Fun to be in.” und „Smart to own.“ Letzteres ist in den USA wichtig, da Zuverlässigkeit und die Gesamtkosten für den Kunden bei seiner Kaufentscheidung eine große Rolle spielen.

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