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Hockenheim

Weitere Falschabrechungen

Foto: Hockenheimring

Update ++ Nach dem Ausbau der Formel-1-Rennstrecke Hockenheimring sind weitere Fälle von überhöhten Firmenrechnungen bekannt geworden. Die Gemeindeprüfungsanstalt habe für den zweiten Ausbauabschnitt ein Volumen von 1,5 Millionen Euro ermittelt, teilte die Hockenheim-Ring Besitz GmbH am Donnerstag (23.6.) mit.

23.06.2005

Die Rechnungen seien aber größtenteils noch nicht beglichen. Über die Einzelheiten will der Hockenheimring am kommenden Dienstag informieren. Bereits beim ersten Abschnitt hatten Firmen für Baumaßnahmen 1,2 Millionen Euro zu viel abgerechnet. Gegen mehrere Firmenvertreter wird deshalb wegen Untreue- und Betrugsverdachts ermittelt.

Das Verfahren richtet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen Mitarbeiter eines Ingenieurbüros und von am Bau beteiligten Unternehmen sowie gegen einen selbstständigen Projektsteuerer. Die Gesamtkosten für den Ausbau der beiden Abschnitte belaufen sich auf rund 65 Millionen Euro.

Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte im Auftrag der Hockenheim-Ring Besitz GmbH die Bauleistungen überprüft. Der zweite Prüfbericht befasst sich mit dem Neubau des Fahrsicherheitszentrums, der Südtribüne und des Baden-Württemberg-Centers. Dabei seien erneut zu hoch gestellte Rechnungen oder Leistungen aufgefallen, die in dieser Form nicht erbracht worden seien, sagte eine Sprecherin. Der Hockenheimring habe von den 1,5 Millionen jedoch erst 150.000 Euro gezahlt, die bereits zurückgefordert worden seien.

Beim ersten Bauabschnitt, der die neue Streckenführung und die Mercedes-Tribüne betraf, sei kein Schaden entstanden, da die zu hoch ausgestellten Rechnungen mit offenen Forderungen verrechnet worden seien.

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