Darüber berichtete der "Mannheimer Morgen" in seiner Ausgabe vom Samstag (24.12.). In den vergangenen Wochen hätten sich durch einen Umsatzeinbruch beim Kartenvorverkauf für das Formel-1-Rennen im nächsten Sommer die Rahmenbedingungen "drastisch verändert". Das Blatt schrieb weiter, die von der Hockenheimring-GmbH eingeschaltete Prüfgesellschaft empfehle ein Sanierungskonzept, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Bei der Hockenheim-GmbH war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Das von Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD) Mitte der Woche vorgestellte Rettungskonzept beurteile Ernst & Young skeptisch, hieß es in der Zeitung weiter. Dies würde nach Berechnungen der Prüfer nur einen Aufschub bis April 2006 bringen. Der Verkauf der Rennstrecke und die anschließende Rückmietung soll laut Gummer 25 Millionen Euro in die Kasse bringen und die Schuldenlast senken. Nach Ansicht der Prüfer könne mit einer solchen Transaktion der kurzfristige Liquiditätsbedarf zwar deutlich reduziert werden. Doch sei damit "keine nachhaltige Sanierung des operativen Geschäftsbetriebs verbunden". Der Jahresfehlbetrag für 2006 werde von Ernst & Young mit 1,5 Millionen Euro angegeben. Durch die jährlich anwachsenden Gebühren an die Formel 1 sei für die weitere Zukunft mit "nachhaltigen, beziehungsweise steigenden Verlusten" zu rechnen.
Hockenheimring: Skepsis über Sanierungsplan
Die Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young sieht den Hockenheimring in einer akuten Finanzkrise. "Den Gesellschaften der Hockenheimring-Gruppe droht bereits heute kurzfristig die Zahlungsunfähigkeit", warnen die Prüfer in einem internen Gutachten für die Hockenheimring-GmbH.
Autor: dpa




