Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

AvD-Histo Monte 2009

"Hoffentlich schneit's!" - Die Histo Monte startet zum 15. Mal

Foto: Melanie Khoshmashrab 18 Bilder

Monte Carlo ruft. Am 12. Februar starten in Hanau 56 Teams bei der 15. Auflage der AvD-Histo Monte. Am Vortag trafen sich die Teilnehmer zur technischen Abnahme der Fahrzeuge auf dem Hanauer Marktplatz.

12.02.2009 Powered by

Buntes Stimmengewirr raunt durch das Rathaus in Hanau. Eine Menschentraube drängt sich um den langen Tisch. Vor den Augen der Wartenden türmen sich Papiere und Karten. Es handelt sich um Teilnehmerschilder, Startnummern und Bordbücher für die diesjährige Histo Monte. Gespannt warten die Oldtimer-Freunde darauf, die Startunterlagen in Empfang nehmen zu können. Die Vorfreude ist den Teilnehmer am Tag vor dem Start der Rallye anzusehen. Es wird gegrüßt, gelacht und über Änderungen im Streckenverlauf spekuliert. "Hallo Hans-Jörg" raunt es aus der hinteren Ecke des Raumes im Rathaus. Motor Klassik-Redakteur Hans-Jörg Götzl hat sich ebenfalls in die Reihe der Wartenden eingereiht. Er startet zum 14. Mal bei der Rallye, die von Hanau über die Seealpen zum Hafen in Monte Carlo führt. Der Rallye-Geprüfte freut sich jedes Mal aufs Neue auf die Herausforderung.


Berühmt-berüchtigte historische Prüfungen

Während der Redakteur noch auf die Startnummern wartet, blättern andere Teilnehmer schon aufgeregt in den dicken Bordbüchern. Sie studieren den Streckenverlauf und die berühmt-berüchtigten historischen Prüfungen.

"Es gibt viele Wiederholungstäter" sagt Veranstalterin Gabriele Triefenbach, die sich auch in diesem Jahr mitten im Fahrerfeld befinden wird. Sie hüpft immer wieder von einer Ecke des Raumes in die andere, bietet Hilfe an, steht für Fragen bereit und freut sich auf die vier Etappen der Rallye. Die gespannte Atmosphäre im Raum wird durch die Energie der blonden Veranstalterin aufgelockert. "Ich bin wohl die Einzige, die sich hier nicht über Schnee freuen wird" sagt sie lachend.

Neues Spiel - neues Glück

Vereinzelt finden sich zwischen den bekannten Gesichtern auch neue Teilnehmer. "Viele Oldtimerfans beobachten die Rallye schon seit Jahren, doch trauten sie sich die Herausforderung meist noch nicht zu" erklärt Triefenbach. Andrea Sudeck ist so ein neues Gesicht. Die junge Frau startet in diesem Jahr zum ersten Mal und nimmt in einem roten Skoda Octavia aus dem Jahr 1963 neben ihrem Vater und Co-Piloten Peter Sudeck Platz, der schon mehrmals mitgefahren ist.

Viel Platz für Träume

Hinaus auf den Marktplatz. Auch hier herrscht ein lautes Spektakel. Zahlreiche Rallyefreunde und Youngtimer-Fans bewundern die Traumwagen die dort eng aneinandergereiht stehen. Die letzten Sonnenstrahlen des Nachmittags spiegeln sich in den polierten Motorhauben der Fahrzeuge. Jetzt fehlen nur noch die Startnummern, die an der Vorder- und Rückseite und an den Türen angebracht werden müssen. Einige Teilnehmer nehmen den letzten kosmetischen Feinschliff an ihren Wagen vor. Norbert Drexel und Franz-Josef Bielefeld, die zum dritten Mal mitfahren, präsentieren nicht ohne Stolz den Fuchsschwanz an der Antenne ihres Opel Manta GTE. "Drei Tage Histo Monte ist wie drei Wochen Urlaub" beschreibt Norbert Drexel den Reiz der Winterrallye.

Die historischen Zwischenprüfungen auf der Strecke werden von den Teilnehmern geliebt und gefürchtet. Peter Sudeck hat besonderen Respekt vor den Steigungsstrecken. "Mit den 45 PS und dem Gepäck im Wagen wird für uns der 45er Schnitt am Col de Turini nicht zu schaffen sein" vermutet er.

Die Hoffnung ist blau

Endlich steht nach Opel Ascona, Renault 4CV und Mercedes 190 und vielen anderen auch ein himmelblauer Ford Taunus 2.0 XL in der Reihe. Die Vorfreude von Pilot Hans-Jörg Götzl steigt merklich, als er mit Stephan Huber die Startnummer 7 an der Beifahrertür anbringt.

Als nach sechs Uhr die Sonne in Hanau gänzlich verschwunden ist und es kühl wird in der Gebrüder-Grimm-Stadt kontrolliert Götzl noch einmal die Grundausstattung des Wagens: Bordwerkzeug, Erste-Hilfe-Kasten, Stoppuhren - alles da. Der Menschentumult schart sich nun immer enger um die Fahrzeuge. Den Schlafsack hat Götzl schon auf dem Rücksitz drapiert. Fehlt nur noch die letzte Kontrolle der Schneeketten. Er hofft, dass er diese brauchen wird "denn Schnee und Eis machen die Rallye erst so richtig spannend!"

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk