Holden Efijy - Falscher Fuffziger: Im Rückspiegel - Der Holden Hot-Rod

Mit einem Hot Rod Coupé reinsten Wassers beglückt der australische Autohersteller Holden die Besucher der Australien International Motor Show in Sydney 2005. Die Technik des Efijy stammt von der Corvette, das Design lehnt sich an den Holden FJ von 1953 an.

Mit dem Efijy erfüllt sich Holden-Chefdesigner Richard Ferlazzo einen langehegten Traum, den er in eine atemberaubende, 5,20 Meter lange Blechhülle kleidet, die auf einer verlängerten Corvette-Plattform thront. Die Front des Concept Car saugt seinen Betrachter förmlich durch das verchromte Kühlermaul hin zum Sechsliter-V8, dem ein aufgepfropfter Kompressor zu satten 653 PS und 775 Nm Drehmoment verhilft. Darüber türmt sich ein Motorhaube auf, die diesen Namen auch verdient. Deren seitliche Ausläufer münden in erotisch gewölbte Kotflügel, die bis knapp über die Straßenoberfläche und weit hinter die A-Säule reichen.

Für einen knackigen Po sorgen ebenfalls tropfenförmig ausgeformte Kotflügel, die zusammen mit dem spitz zulaufenden Gepäckstaufach für einen überaus erogenen Abschluss sorgen. Überspannt wird das zweitürige Passagierabteil von einem extrem knapp geschnitten Dach, das rundum nur noch Platz für schmal geschnittene Sehschlitze lässt. Perfektioniert wird der Hot Rod-Auftritt durch aus dem Vollen gedrehten Aluminium-Scheibenrädern in den Dimensionen 9x20 Zoll vorn und 10x22 Zoll hinten mit Reifen der Größe 255/35 vorn respektive 285/30 hinten. Weitere Akzente setzen die aufgesetzte dritte Bremsleuchte im massiven Aluhalter, die ventilatorgekühlten LED-Frontscheinwerfer, das klassiche Holden-Emblem im Chromlook auf der Haube und die vertikal zweigeteilte Frontscheibe.

Per Druckluft einstellbare Federbeine sorgen dafür, dass der Efijy auf Wunsch nur noch 27 Millimeter und damit satt über dem Asphalt kauert, 381 Millimeter große Bremsscheiben rundum sorgen für ausreichend Verzögerungsarbeit und die Soprano-Lila-Lackierung rundet das Erscheinungsbild des Retro-Cruisers ab.

Innen leben die 50er

Voll auf Retro setzen die Designer auch bei der Innenraumgestaltung. Auf einzelnen Lederfauteuils können bis zu vier Passagiere der Nostalgie der 50er Jahre fröhnen. Ein aus dem Armaturenbrett ausklappbarer LCD-Touchscreen, der zur Bedienung sämtlicher Funktionen dient, bringt den Charme klassischer Röhren-TV-Geräte ins Cockpit. Auf alt getrimmte Bildschirmanzeigen perfektionieren den historischen Gesamteindruck. Geschwungene Linien am zweifarbigen Armaturenbrett, der obere Teil ist in Wagenfarbe lackiert, unten dominiert helles Leder, jede Menge Chrom und ein ebenfalls klassisches Rundinstrument als Tachoersatz machen den virtuellen Zeitsprung greifbar.

Moderne Zeiten repräsentieren dagegen der Startknopf neben dem Lenkrad und die Wahltasten des Viergang-Automatikgetriebes auf dem Mitteltunnel. Aber auch die reißen den Efijy-Betrachter nicht aus seinen Träumen. Und ein Traum wird der Efijy wohl auch bleiben, denn das Ausstellungsstück ist als reines Showcar deklariert und wird so wohl nie die Abfahrt auf moderne Straßen finden.

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uba

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