Dennoch werden von der Rückrufaktion 73 Fahrzeuge in Deutschland erfasst. Dabei handelt es sich um Modelle in amerikanischer Version, die laut einem Honda-Sprecher im Neuzustand an Angehörige des US-Militärs in Deutschland ausgeliefert worden sind.
Überwiegend US-Modelle betroffen
Betroffen von den Rückrufaktion sind die Modellreihen Accord, Civic, Odyssey, Pilot, CL und CR-V sowie einige Acura-TL-Modelle aus den Baujahren 2001 und 2002, die meisten davon auf dem wichtigen US-Markt, wie das Unternehmen am Mittwoch (10.2.) bekanntgab. Hinzu kommen in Japan die Modellreihen Inspire, Saber und Lagreat. Bei den Fahrzeugen müsse der Airbag-Auslöser auf der Fahrerseite ausgetauscht werden, hieß es.
Als Folge des Defektes könne der Airbag-Auslöser bei einem Aufprall einen so hohen Druck aufbauen, dass sein Gehäuse zerbricht und Insassen durch herumfliegende Teile verletzt oder getötet werden. Bislang sind dem Unternehmen in den USA zwölf entsprechende Fälle bekannt. Bei einem sei ein Mensch ums Leben gekommen, hieß es. Honda hatte deshalb bereits im November 2008 insgesamt 4.205 Fahrzeuge, davon 3.940 in den USA, und im Juli vergangenen Jahres weitere 510.150 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, 443.727 davon in den USA.
Bei dem nun erweiterten Rückruf sind allein auf dem US-Markt 378.758 Autos betroffen. Hinzu kommen 41.685 in Kanada, 4.042 in Japan und 13.278 in anderen Ländern, wie Honda weiter mitteilte. Die Ankündigung erfolgte am Tag, nachdem Toyota wegen Bremsenproblemen den Rückruf von 437.000 Hybriden, darunter den neuen Prius, bekanntgegeben hatte. Zuvor hatte Toyota bereits acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in die Werkstätten rufen müssen.


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