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Honda-Geschichte

Modell-Highlights aus 63 Jahren

Honda CR-Z, Seitenansicht, Überlandfahrt Foto: Honda 47 Bilder

In der 63-jährigen Firmengeschichte entwickelte sich Honda zum weltgrößten Hersteller von Verbrennungsmotoren und Zweirädern. Das Standbein Auto ist bei Honda erst seit 1963 im Portfolio zu finden.

24.02.2009 Kai Klauder

Schon 1946 gründet Soichiro Honda sein Honda Technical Research Institute. Er beginnt mit der Fertigung von motorisierten Fahrrädern. Nach ersten Erfolgen wächst die Nachfrage, und 1947 trägt schließlich das erste Produkt den Namen Honda - das Honda Typ A genannte Fahrrad mit Hilfsmotor. Immer mehr wollen motorisiert sein - nicht zuletzt wegen der enormen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

Honda Jazz 2:14 Min.

Start mit Zweirädern und Industriemotoren
 
Am 24. September 1948 lässt Soichiro Honda beim Handelsgericht sein Unternehmen Honda Motor Co.Ltd. eintragen und die Erfolgsgeschichte beginnt mit einem Startkapital von 6.300 Euro. Der durchschlagende Erfolg kommt 1958 mit der Einführung des Super Cup, eines leichten Moped-Rollers. Die Stückzahlen brechen alle Rekorde und der Super Cup ist bis heute das meistverkaufte motorgetriebene Transportmittel der Welt - bis Juni 2008 wurden mehr als 60 Millionen Super Cup verkauft.
 
1963 tritt Honda mit dem Lieferwagen T360 in den Automobilmarkt ein. Der als "Sportstruck" verkaufte Winzling besitzt einen 30 PS starken Vierzylindermotor, der bis 8.500/min dreht und mehr als 100 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht. In vier Jahren werden mehr als 100.000 Exemplare des T360 verkauft.

Hochdrehende Motoren
 
Die legendäre S-Serie startet ebenfalls 1963 mit dem S500. Sein 0,5-Liter-Vierzylinder leistet bei 8.000/min rund 44 PS und erreicht 130 km/h, die Kraft wird über eine Kette zur Hinterachse übertragen - die Verwandtschaft zu Zweiradmotoren ist offensichtlich. Der kleine Roadster verkauft sich gut und ist die Grundlage des Erfolgs auf dem Automobilsektor.
 
Die S-Serie wird mit S600 und S800 (67 PS bei 8.000/min) als Coupé und Cabrio ausgebaut. Der weltweite Aufstieg der Marke Honda kommt mit der Einführung von Civic (1972), Accord (1976), Prelude (1978) und Legend (1985). Daran lässt sich die strukturierte Modellpolitik erkennen: Zunächst sorgen Kleinwagen durch niedrigen Preis bei hohem technischen Aufwand und Innovationen für Bekanntheit und erfolgreichen Markteintritt. Danach wird die Modellfamilie sukzessive bis zur Oberklasse aufgebaut.

Mit dem Sportwagen Honda NSX beweist Honda 1989 Technologiekompetenz. Das erste Vollaluminiumfahrzeug der Welt spart im Vergleich zur konventionellen bauweise 210 Kilogramm ein. Der Dreiliter-V6 besitzt eine variable Ventilsteuerung und leistet 274 PS. 

Zehn Jahre später stellt Honda sein erstes Hybridfahrzeug vor: Den Honda Insight, der einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit dem Elektromotor IMA (Integrated Motor Assist) kombiniert und einen Verbrauch von 3,4 Litern (80g CO2/km) erreicht. Im gleichen Jahr präsentiert Honda mit Honda FCX-V1 und Honda FCX-V2 zwei Brennstoffzellenfahrzeuge. 2001 wird der Honda FCX-V4 als erstes Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb von der US-Umweltbehörde zertifiziert. Ebenfalls 2001 geht der Honda CIVIC IMA in Serie. Das Hybridfahrzeug glänzt mit einem Verbrauch von 4,6 Litern auf 100 km (109 g CO2/ km). 2004 löst ihn der heute noch aktuellen Civic Hybrid ab, der im Jahr 2006 auch in Deutschland startet.

Im April 2009 startet der neue Insight in Europa und den USA. In Japan ist er bereits seit Anfang Februar erhältlich.

Modellpalette heute

Derzeit ist Honda in Deutschland mit dem Jazz, den es auch in einer Hybridvariante gibt, im Kleinwagensegment vertreten, der futuristische Honda Civic steht kurz vor dem Modellwechsel. Mit dem Honda Accord als Limousine und Kombi spielt Honda in der unteren Mittelklasse mit. In höheren Fahrzeugklassen ist Honda seit der Einstellung des Legend Ende 2010 nicht mehr vertreten. Auch die Großraumkonzepte Honda FR-V (Van) und Honda HR-V (SUV) werden in Europa nicht mehr angeboten. Schluss war 2009 auch mit der S-Tradition: Der Honda S2000 mit seinem 240 PS-Saugmotor wurde ohne Nachfolger eingestellt. mit dem Insight und dem CR-Z sind noch zwei weitere Hybridmodelle im Honda-Angebot zu finden. Die SUV-Fahne hält der CR-V hoch, der auf der IAA in die vierte Generation geht.

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