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Honda Ridgeline 2017 Weltpremiere in Detroit

Der etwas andere Pickup

Honda Ridgeline 2017 Foto: xpb 26 Bilder

Mit der zweiten Generation des Ridgeline präsentiert Honda erneut einen ungewöhnlichen Pickup mit SUV-Technik und "kompakten" Abmessungen.

12.01.2016 Torsten Seibt Powered by

Zunächst müssen wir das mit dem "kompakt" relativieren, denn dieses Adjektiv gilt beim neuen Honda Ridgeline in erster Linie hinsichtlich des US-Markts. Verglichen mit europäischen Maßstäben ist der als Midsize-Truck vermarktete Honda Ridgeline ein ziemlicher Brocken, mit 5,25 Meter Länge größenmäßig vergleichbar mit den aktuellen Japan-Pickups auf dem deutschen Markt.

Honda Ridgeline mit selbsttragender Karosserie

Die eigentliche Besonderheit des Honda Ridgeline ist jedoch seine Bauweise: er verfügt nicht wie üblich über einen Leiterrahmen mit aufgeschraubter Kabine, sondern über einen "Unibody"-Aufbau mit selbsttragender Karosserie. Diese Bauart übernimmt er von seinem Vorgängermodell, beim Design hat Honda aber die Eigenheiten entschärft – während zuvor mit dem eigenwilligen schrägen Übergang von der Kabine zur Ladefläche optischer Erklärungsbedarf bestand, sieht der neue Honda Ridgeline in der Seitenansicht wie ein ganz normaler Pickup aus.

Ist er aber nicht, denn bei der Technik setzt er auf die Plattform des Crossover-Modells Honda Pilot. Diese Bauweise mit SUV-Technik beschert dem Honda Ridgeline einige durchaus bemerkenswerte Vorteile gegenüber anderen Midsize-Pickups. Einerseits das erheblich komfortablere Fahrwerk mit Einzelradaufhängung, welches in Verbindung mit dem niedrigen Schwerpunkt für mehr Sicherheit und Fahrdynamik als bei einem Starrachs-Leiterrahmen-Pickup bürgt. Dass damit jetzt nicht unbedingt die Farmer- und Handwerker-Zielgruppe in Begeisterungsstürme ausbricht, die ihre US-Pickups mit teils tonnenschwerem Material beladen, ist klar. Dennoch soll der neue Honda Ridgeline bis zu 730 Kilo Zuladung verkraften.

Technik vom Honda Pilot

Doch Honda hat ohnehin eine ganz andere Klientel im Fokus, die eher urban lebende Bevölkerungsschicht mit viel Freizeit-Ambitionen. Denen kommt die außergewöhnliche Konstruktion der Ladefläche entgegen, zweiter Unterschied und Vorteil des Honda Ridgeline-Konzepts gegenüber Standard-Pickups: Die Bauweise erlaubt einen großen, abgeschlossenen und wetterfesten Stauraum im Tiefparterre der Ladefläche, zusätzlich ist die pfiffige Heckklappe bemerkenswert: sie schwenkt nicht nur wie üblich nach unten, sondern bei Bedarf auch zur Seite auf, erlaubt so die viel einfachere Beladung der Pritsche.

Diesem Freizeit-Konzept setzt der neue Honda Ridgeline noch eins drauf: Über sechs sogenannte Exciter-Lautsprechereinheiten wird der Sound aus der Bord-Stereoanlage wahlweise auf die Ladefläche übertragen. Solche Exciter nutzen größere Flächen zur Verstärkung des Audiosignals, beim neuen Honda Ridgeline sitzen sie in der Seite der Ladeflächenverkleidung. Diese wetterfesten Lautsprecher können beim neuen Honda Ridgeline mit bis zu 540 Watt die Beach-Party in Gang bringen.

Der Ridgeline selbst wird relativ konventionell auf Trab gebracht: Als Antrieb dient der jüngst überarbeitete 3,5-Liter-V6 aus dem Honda Pilot, der von einer sechsstufigen Automatik unterstützt wird. Gebaut wird der Honda Ridgeline auch künftig ausschließlich für den US-Markt im Werk in Lincoln-Alabama. In den Verkauf kommt er noch in der ersten Jahreshälfte.

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